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Der für die Supersport-WM 2026 als Titelfavorit gehandelte Can Öncü verpasste auf Phillip Island den Sprung auf das Podium. Sein Team Ten Kate Yamaha nimmt das teilweise auf seine Kappe.
Nach dem Aufstieg von Stefano Manzi in die Superbike-Kategorie übernahm Can Öncü bei Ten Kate Yamaha das Weltmeistermotorrad des Italieners. Öncü war Manzis Hauptrivale und gilt somit als legitimer Nachfolger und als einer der Titelfavoriten.
Aber nach einem verhaltenen Auftritt beim vorgelagerten Test (Platz 12) agierte der Türke auch beim Saisonauftakt der Supersport-WM 2026 auf Phillip Island blass. Als Vierter der Superpole und mit fünften Plätzen in beiden Rennen betrieb Öncü Schadensbegrenzung. «Wir können zufrieden sein, denn wir haben gute Punkte geholt, und normalerweise habe ich auf dieser Strecke etwas zu kämpfen, weil sie meinem Fahrstil nicht wirklich entgegenkommt. Aber wir wollen mehr erreichen», sagte der 22-Jährige am Samstagnachmittag nach dem ersten Lauf.
Im Sonntagsrennen ging Öncü auf feuchter Piste mit Regenreifen an den Start – die falsche Entscheidung. Geistesgegenwärtig bog der Yamaha-Pilot als Erster in die Boxengasse zum Reifenwechsel ab. «Unter den gegebenen Umständen haben wir sehr gute Arbeit geleistet», betonte Öncü. «Wir haben wieder gute Punkte geholt, die sehr wichtig sein werden. Jetzt müssen wir nur noch auf die nächste Runde schauen und konzentriert bleiben. Ich sehe das positiv und wir sind sehr zuversichtlich für die nächste Runde in Portimão.»
Das niederländische Team nimmt die falsche Reifenwahl auf seine Kappe. «Die Bedingungen lagen zwischen nass und trocken, und als Team haben wir beschlossen, beide Fahrer auf Regenreifen wechseln – aus Sicherheitsgründen, aber auch, weil alle unsere direkten Konkurrenten – mit Ausnahme des späteren Siegers – dasselbe getan haben», erklärte Teammanager Kervin Bos. «Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dies die falsche Entscheidung war, und dafür entschuldige ich mich. Can kam als Erster zum Reifenwechsel und das stellte sich als richtig heraus, denn die vier Fahrer, die mit Slicks gestartet waren, belegten am Ende die ersten vier Plätze.»
Bos ergänzte: «Natürlich bin ich enttäuscht über unsere Entscheidung, aber angesichts dessen, was auf dem Spiel stand, war dies die sicherste und vernünftigste Entscheidung. Wir fahren ohne Podiumsplatz nach Hause, was nicht unseren Erwartungen entspricht.»
In der Gesamtwertung belegt Öncü mit 22 WM-Punkten den sechsten Rang, 16 Punkte hinter Leader und Markenkollegen Albert Arenas.
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