Hollaus Gedächtnis-Rennen mit «Fast Freddie» Spencer

Von Helmut Ohner
Strassensport

​ Nur eine Woche nach dem GP von Österreich gibt es mit dem Rupert Hollaus Gedächtnis-Rennen einen weiteren Hohepunkt auf dem Red Bull Ring. Dieses Mal konnte Freddie Spencer als Startgast gewonnen werden.

50 Jahre nach dem Gewinn der Achtelliter-Weltmeisterschaft durch den erst 22-jährigen Niederösterreicher Rupert Hollaus organisierte die Interessengemeinschaft Formel Classic (IGFC) 2004 auf dem Salzburgring zum Gedenken des im Training zum Grand Prix von Italien in Monza 1954 tödlich verunglückten NSU-Werksfahrers das «Rupert Hollaus Gedächtnis-Rennen».

Immer wieder konnten Wolfgang und Mario Stropek frühere Stars des Zweiradsports für ihre Veranstaltung verpflichten. Unter den Legenden befanden sich der achtfache britische Weltmeister Phil Read oder der Rhodesier Jim Redman, der Anfang der 1960er-Jahre die 250er- und 350er-Klasse dominiert hatte. Auch der Schweizer Dreifach-Weltmeister Luigi Taveri gehörte lange zu den gern gesehenen Gästen. Und der Italiener Giacomo Agostini, mit 15 Titeln und 122 Grand-Prix-Siegen nach wie vor unangefochtener Rekordhalter in Sachen Motorradrennsport, zählt mittlerweile zum Freundeskreis der Stropeks.

Für die 16. Auflage am 17. und 18. August konnte man mit Frederick Burdette Spencer, in Insiderkreisen besser als «Fast Freddie» bekannt und seit diesem Jahr bei jedem Grand Prix als einer von drei Stewards für die Überwachung und gegebenenfalls für die Bestrafung der GP-Fahrer zuständig, wieder einen prominenten Ex-Weltmeister verpflichten. 1985 gewann der Amerikaner sowohl die Viertelliter-, als auch die Halbliter-Weltmeisterschaft und wurde damit der letzte Doppel-Weltmeister. Davor hatte der 57-Jährige aus Louisiana bereits 1983 die Halbliter-Krone gewonnen.

Als zweites absolutes Highlight ist wohl das BEO-Gespann, mit dem der Schweizer Rolf Biland Ende 1970er-Jahre die Gespann-Szene revolutionierte, zu bezeichnen. Sein britischer Beifahrer Ken Williams konnte sich neben seinem Chauffeur in einem Sessel gemütlich machen, während seine Kollegen durch Gewichtsverlagerungen für Stabilität und optimale Traktion sorgen mussten. Der Deutsche Eckart Rösinger machte in mühsamer Kleinarbeit den Seitenwagen wieder einsatzfähig. Er selbst, der als Aktiver zuerst als «Schmiermaxe» und später als Fahrer erfolgreich war, wird das Gespann um den Red Bull Ring steuern.

Aber es ist nicht nur die Parade mit den Ehrengästen, werden die Zuseher ins Aichfeld locken. Auch die unzähligen historischen Motorräder und Werksmaschinen, die in ihrer Zeit für unzählige Erfolge gesorgt hatten sowie die modernen Klassen und nicht zu vergessen die Seitenwagen – an der Internationalen Sidecar Trophy wird erstmals in seiner Heimat auch Michael Grabmüller mit seinem erst kürzlich fertiggestellten Dreirad für die Tourist Trophy 2020 zu bestaunen sein – werden mit ihren Rennen für Kurzweil sorgen.

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