Gonzalez-Manager Rovelli staunt: «Verträge aus der MotoGP – Fehlanzeige!»
Wie schon 2025 macht sich Moto2-Spitzenreiter Manuel Gonzalez zurecht Hoffnungen auf einen Vertrag in der MotoGP. Doch Manager Eddy Rovelli bestätigt mit Kopfschütteln: «Es herrscht Funkstille!»
Intact-GP-Pilot Manuel Gonzalez steuerte 2025 zunächst fest auf den Titel in der Moto2-WM. Doch nach kleinen Fehlern und einer Disqualifikation wurde die WM-Krone der mittleren Hubraumkategorie an Konkurrent Diogo Moreira überreicht. Dass der MotoGP-Vertrag für 2026 ebenfalls an den Brasilianer und nicht an Manuel Gonzalez ging, das stand schon lange vor der Titelentscheidung. Hintergrund war hier in erster Instanz der strategische Plan einen Südamerikaner aufsteigen zu lassen – denn 2026 gibt es den Brailien-GP, 2027 kommt mit Argentinien sogar ein weiteres Event auf dem Kontinent dazu.
Trotz spanischem Ausweis kam die Absage der Königsklasse etwas überraschend. Auch deshalb war Manuel Gonzalez im Sommer den verletzten Trackhouse-Aprilia-Rookie Ai Ogura beim
Das bestätigte im Gespräch mit SPEEDWEEK.com auch Fahrermanager Eddy Rovelli: «Man kann es glauben oder nicht, aber Tatsache ist, dass ich mit niemandem in der MotoGP spreche.»
Verpasst die MotoGP den Generationenwechsel?
Rovelli, der sich auch um Moto2-Pilot Zonta Van den Goorbergh kümmert, mit einer gewissen Ernüchterung: «Die Moto2 scheint sich immer weiter von der MotoGP zu entfernen. Mir kommt es so vor, als ob sehr viele dort überhaupt nicht mehr sehen, was in dieser Klasse passiert. Es ist ehrlich gesagt schockierend, wie wenig Wissen dort über die Piloten in der mittleren Kategorie herrscht. Wer sich die Zahlen einmal sehr genau anschaut, der würde feststellen, dass es ziemlich unerklärlich ist, warum etliche Piloten noch in der Königsklasse sind. Es gibt dort nicht nur einen Fahrer, die sind aus statistischer Sicht nicht erst heute längst erledigt sind. Doch die Teamchefs halten lieber an ihnen fest und pokern mit den etablierten Namen.»
Der Italiener fügt hinzu: «Dabei wäre gerade jetzt die große Chance da, mit Blick auf die komplett neuen Bikes und die kommenden Pirelli-Reifen den Generationenwechsel in der MotoGP zu vollziehen. Aber wie gesagt, noch gibt es dafür überhaupt keine Anzeichen.»
Und was könnte das für die Karriere von Schützling und Wieder-Tabellenführer Manuel Gonzalez bedeuten? Eddy Rovelli: «Als Alternative zur MotoGP sehe ich am ehesten die Superbike-Weltmeisterschaft. Innerhalb des MotoGP-Fahrerlagers zeichnet sich ab, es wird in Zukunft nur noch stärker um die Königsklasse gehen und für den hart arbeitenden Spitzenfahrer Manuel, der meiner Meinung nach in allen Klassen seinen Weg machen kann, ist die Moto2 auf Dauer keine gute Klasse.»
Ohne dass es Eddy Rovelli ausspricht, die Botschaft ist klar. Für Manuel Gonzalez heißt es «jetzt oder nie». Gelingt der Aufstieg 2026 nicht, dann war es der letzte Versuch und ein sehr wahrscheinliches Auschecken des 23-Jährigen aus dem Fahrerlager. Piloten wie Nicolo Bulega haben bewiesen, dass eine Luftveränderung keine Verschlechterung sein muss.
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