Keine Zeit für Liebe: Ana Carrasco liebt nur Kawasaki

Von Kay Hettich
Supersport-WM 300
Ana Carrasco und ihre Kawasaki Ninja 400

Ana Carrasco und ihre Kawasaki Ninja 400

Für viele Superbike-Piloten ist es selbstverständlich, die Rennwochenenden mit Frau und Kind zu verbringen. Ganz anders Ana Carrasco: Die Supersport-300-Weltmeisterin will sich nicht ablenken lassen.

Nach dem Gewinn der Supersport-WM 300 2018 brach über Ana Carrasco nicht die Welt zusammen, aber ein enormer Ansturm der Medien. Als erste weibliche Weltmeisterin einer Solo-Serie erreichte die Spanierin auch Formate, die sonst nicht mit Motorsport am Hut haben, zum Beispiel das Rolling Stone Magazin.

Für die Saison 2019 wurde die 22-Jährige in die Struktur des offiziellen Kawasaki-Werksteams integriert. Das Provec-Team, das den Werksauftritt organisiert, half Carrasco bereits bei der Bewältigung der PR-Termine unmittelbar nach ihrem historischen Triumph. Noch immer kann sich Carrasco über zu wenig Aufmerksamkeit nicht beklagen.

«Ich bin zu bekannt in Spanien, aber nicht nur dort», sagte die Kawasaki-Pilotin im Exklusiv-Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Vieles in meinem Leben hat sich seit dem Titel geändert. Aber ich freue mich darüber. Als ich Weltmeisterin wurde, haben sich so viele Menschen mit mir gefreut, das machte mich glücklich. Das Interesse der Medien ist immer noch sehr hoch – nicht mehr wie zum Zeitpunkt des Titelgewinns, aber viel mehr als früher.»

«Ich musste mich auch zuerst daran gewöhnen, dass ich am Rennwochenende nicht nur meinen normalen Job zu erledigen habe, sondern noch viele Dinge mehr. Aber es ist eine Situation, über die ich sehr glücklich bin. Ich habe lange daran gearbeitet, um in dieser Position zu sein.»

In dieser Gemengelage kommt das Privatleben oft zu kurz. Ana ist Single und will es vorerst auch bleiben. «Ich weiß nicht, wie ein Mann reagieren würde wenn ich ihm sage, dass ich Rennfahrerin und Weltmeisterin bin. Im Moment bin ich nicht auf der Suche, dafür habe ich keine Zeit und will mich auf meine Aufgabe konzentrieren können», sagt die Spanierin an die Adresse interessierter Männer. «Wenn ich aufhöre, habe ich mehr Zeit dafür. Kinder? Das weiß auch noch nicht. Ich bin erst 22 Jahre alt und habe noch viel Zeit, um mich damit zu beschäftigen. Ich bin glücklich mit dem Provec-Team und mit Kawasaki.»


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