Blake Baggett (KTM): «Endlich ein Sieg!»

Von Thoralf Abgarjan
Supercross-WM
Blake Baggett holte in Glendale seinen ersten WM-Laufsieg

Blake Baggett holte in Glendale seinen ersten WM-Laufsieg

Mit Blake Baggett sorgte auch beim zweiten Lauf zur Supercross-WM ein Nicht-Werksfahrer für Furore, nachdem Dean Wilson in Anaheim bereits die Werksteams düpiert hatte. Baggett ist ein echter Farbtupfer in der SX-Welt.

Blake Baggett sorgte in der Vergangenheit schon mehrfach für Aufsehen. Noch in seiner 250er-Zeit sorgte er durch spektakulär waghalsige, weite und hohe Sprünge für Aufsehen.

2017 avancierte er bei den US-Outdoors der 450er Klasse zum ernsthaften Titelaspiranten und wurde am Ende mit nur zwei Punkte hinter Marvin Musquin Gesamt-Dritter. Er bestach durch eine extreme Kurventechnik an den äußersten Aussenlinien, die man bisher noch nicht gesehen hatte. Baggett hatte außen so viel Geschwindigkeitsüberschuss, dass er seine Gegner reihenweise am äußersten Streckenrand überholen konnte.

Auch das entscheidende Überholmanöver von Glendale, das Baggett den ersten WM-Laufsieg seiner Karriere einbrachte, war ein solcher Power-Move: Er setzte sich im Waschbrett neben Anderson, nutzte die folgende Rechtskehre, um sich mit einem eng geschlagenen Haken innen neben den Weltmeister zu setzen. In einem weiten Bogen zog er in der folgenden, langgezogenen Linkskurve außen am Titelverteidiger vorbei in Führung zum Sieg. Kommentator Ricky Carmichael lobte dieses fahrerische und taktische Meisterstück ebenfalls mit blumigen Worten.

Bisher galt Baggett als ausgewiesener Motocross-Spezialist. Supercross galt nicht gerade als seine große Stärke. Seine Leistung vom letzten Samstag dürfte dieses Urteil vorerst revidieren.

Interessant ist auch, dass in diesem Jahr die Privatfahrer eine größere Rolle zu spielen scheinen. Nach der überraschend starken Leistung von Dean Wilson in Anaheim gewann nun in Glendale kein Werksfahrer. Zwar ist das Team 'ATV/MC-KTM-WPS' nicht mit der Situation von Dean Wilson vergleichbar, der nur mit Camper und Vater als Mechaniker unterwegs ist, aber das ATV-Team ist kein Werksteam, sondern nur ein Satellitenteam mit Werksunterstützung.

«Ich habe im Rennen gemerkt, dass ich heute schneller als Anderson war», erinnert sich Baggett nach seinem Triumph. «Es gab diese Wochenenden, bei denen mich diese Jungs einfach im Staub stehengelassen haben. Es ist ein tolles Gefühl, vorn mit bei der Musik mitzuspielen und ich hoffe, dass das so weitergeht.»

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