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Peter Hickman: «Kleiner Fehler mit großen Folgen»

Von Helmut Ohner
Obwohl Peter Hickman auf dem Weg zum Sieg in der Senior-TT gestürzt war, hatte das Team FHO BMW Grund zum Feiern. Josh Brookes sprang für seinen Teamkollegen in die Presche und holte sich den zweiten Platz.

Bis zur Senior-TT hatte man das Gefühl, dass Peter Hickman bei der Tourist Trophy noch nicht richtig angekommen war, obwohl er das Superbike-Rennen für sich entschieden hatte. Bei den Superstocks und Supertwins musste er sich geschlagen geben und in der Supersport-Klasse lief es für den erfolgsverwöhnten Briten aus der Grafschaft Lincolnshire überhaupt nicht.

Beim wichtigsten Rennen der Woche, der Senior-TT, präsentierte sich Hickman wie ausgewechselt. Vom Start ließ er keinen Zweifel aufkommen, wer an diesem Tag der Herr im Ring ist. Nach der ersten Runde wurde ihm vom Team ein Vorsprung von beinahe drei Sekunden angezeigt, bei der nächsten Zwischenzeit hatte er den Abstand zu Davy Todd auf über acht Sekunden ausgebaut.

Der BMW-Pilot war auf dem besten Weg seinen eigenen Rundenrekord zu verbessern als er in der Linkskurve bei Ginger Hall zu Boden musste. «Es ärgert mich maßlos, dass mir in der zweiten Runde dieser Fehler passiert ist», lautete der erst Kommentar des 14-fachen TT-Siegers. «Ich habe die Front offensichtlich nicht genug belastet. Es war ein kleiner Fehler mit großen Folgen.»

Hickman, der sich beim Sturz nur Prellungen zugezogen hatte, war sofort wieder auf den Beinen, schob sein Motorrad von der Strecke und ging ins Ginger Hall Pub, wo er sich zur Beruhigung ein kühles Getränk bestellte.

«Nach dem Superbike-Rennen haben wir das Motorrad noch einmal verbessert. In der ersten Runde habe ich gesehen, dass das Team einen tollen Job gemacht hat und ich wollte mich bei ihnen mit einem Sieg bedanken. Jetzt bin ich fürchterlich enttäuscht, dass ich diesen Fehler gemacht habe. Aber ich werde nächstes Jahr wiederkommen und es erneut versuchen.»

Während der Favorit strauchelte, sprang sein Teamkollege ein. Josh Brookes fuhr das Rennen seines Lebens. Der Australier, der auf der langen Sulby-Geraden mit unglaublichen 333,128 km/h gemessen wurde, markierte auf der Jagd nach Davey Todd seine persönlich schnellste Runde. Als erst fünfter Fahrer blieb der BMW-Pilot unter der magischen 17-Minuten-Schallmauer.

Im weiteren Verlauf des von sechs auf vier Runden verkürzten Rennens auf dem Snaefell Mountain Course war am Sieg von Todd zwar nicht mehr zu rütteln, Brookes konnte aber seine Verfolger auf Abstand halten und den zweiten Platz bis ins Ziel verteidigen. Damit setzte der zweifache BSB-Champion sein Vorhaben einer Podiumsplatzierung doch noch um.

«Dass dieses Motorrad und diese Kategorie meine beste Chance auf ein gutes Ergebnis sein würden, wusste ich. Nach all dem Pech und den Enttäuschungen, die ich bei dieser TT erlebt habe, bin ich mit Platz 2 mehr als zufrieden; für mich ist das wie ein Sieg!», freute sich der 41-jährige Aussie. «Ich bin meine mit Abstand bestes Rennen gefahren und kann das jetzt mit dem Pokal beweisen!»

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