Ken Roczen: «Der Rummel um Baker ist Schwachsinn!»

Von Frank Quatember
US-Motocross 450
Ken Roczen (94) ist fit wie nie zuvor

Ken Roczen (94) ist fit wie nie zuvor

MX-Superstar Ken Roczen spricht über das Geheimnis seiner unglaublichen Fitness. Für Ex-Trainer Aldon Baker findet der Deutsche keine guten Worte.

Ein Grund für die bisher fast perfekte Outdoorsaison von Ken Roczen ist seine hervorragende physischen Verfassung. Der Thüringer weist im Gespräch mit SPEEDWEEK.com darauf hin, wie anstrengend sein Jahr 2016 bislang verlief.

«Wir hatten zunächst elf Rennen, danach eine Woche frei. Dann sechs Rennen und eine Woche frei, danach drei Rennen und eine Woche frei. Und jetzt haben wir sechs Rennen hintereinander, das ist brutal», stöhnt der Suzuki-Pilot. «Die GP-Piloten haben dagegen andauernd zwei Wochenenden frei. Aber genau wegen dieser Belastung brauche ich ein flexibles Training. Durch meinen neuen Trainer Peter Park weiss ich jetzt, wie mein Training erfolgreich ist. Peter ist ein erfolgreicher Triathlet und geht extrem auf mich ein. Er macht auch Kompromisse, wenn ich mich mal nicht so fühle und er sagt, dass ich mittlerweile soviel trainingstechnisch weiss, dass ich mich selbst trainieren könnte. Zum Beispiel habe ich diese Woche vor Red Bud einen Gang rausgenommen und das Ergebnis ist perfekt.»

«Ich mache aber auch viel im Gym, wir nennen es hier 'Strength Training', das gab es bei Aldon Baker gar nicht», ergänzt Roczen. «Ich mache das zweimal pro Woche, wir kombinieren Stärke mit Geschwindigkeit. Das nennt sich Superset. Statt viele Klimmzüge zu machen, macht man einen schweren Squat und sofort danach einen Bocksprung. Das ganze sieben oder achtmal. Das sorgt für Explosivität. Ich mache auch Planks, aber immer abwechslungsreich. Meine Bauchmuskeln sind sehr wichtig, natürlich wegen meines Rückens. Das Ziel ist 'sharp', also scharf zu sein und das Feuer hab ich jetzt in mir. Außerdem fahre ich noch Rad, gehe schwimmen, alles Mögliche halt, um beweglich zu bleiben.»

Was seinen alten Trainer Aldon Baker betrifft, findet Ken harte Worte. Der Star unter den US-Trainern trainierte den Mattstedter von 2013 bis 2015, die Trennung verlief geräuschvoll. Das Thema ist noch lange nicht abgehakt, Roczen holt aus: «Der ganze Rummel um Aldon Baker ist für mich Schwachsinn. Baker hat ja noch nicht mal eine Lizenz als Trainer, er macht das nur mit Erfahrung. Für mich ist das oldschool. Er hat viele Fahrer, aber nur sein Programm ist wichtig, nicht der einzelne Fahrer.»

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