Mathew Scholtz (Yamaha) gewinnt im Regen von Austin

Von Andreas Gemeinhardt
MotoAmerica Superbike
Mathew Scholtz liegt nur noch zwei Punkte hinter Toni Elias

Mathew Scholtz liegt nur noch zwei Punkte hinter Toni Elias

Mathew Scholtz, Joshua Herrin und Cameron Beaubier sorgten im ersten Lauf der US-Superbike-Meisterschaft auf dem Circuit of the Americas für einen Yamaha-Dreifacherfolg. Toni Elias (Suzuki) wurde Vierter.

Die Fahrer und Teams der US-Superbike-Meisterschaft MotoAmerica treten an diesem Wochenende auf dem Circuit of the Americas in Austin im Rahmen des USA-Grand-Prix gemeinsam mit den MotoGP-Piloten an. Im ersten Lauf bewies Mathew Scholtz erneut seine Klasse im Regen und gewann mit über zwölf Sekunden Vorsprung vor seinen Yamaha-Markenkollegen Joshua Herrin, Cameron Beaubier sowie Toni Elias (Suzuki).

Scholtz, der in Austin seinen insgesamt zweiten Sieg in der US-Superbike-Meisterschaft feierte, erwischte zunächst einen ganz schlechten Start. Anschließend stürmte der 25-jährige Südafrikaner dem Feld hinterher und tauchte in der zweiten Runde bereits auf dem fünften Platz auf. Herrin und Beaubier hatten inzwischen Blitzstarter Elias kassiert, doch in der zehnten Runde stürzte Beaubier, konnte aber recht schnell das Rennen wieder aufnehmen.

In der zwölften von 15 Runden eroberte sich Scholtz den ersten Platz und nahm danach Herrin bei schwierigen Streckenver-hältnissen noch über zwölf Sekunden ab. Knapp eine Minute erreichte Beaubier trotz seines Sturzes als Dritter das Ziel. Elias beendete das Rennen auf dem vierten Platz und verteidigte damit seine MotoAmerica-Gesamtführung. Roger Hayden stürzte erneut und blieb bereits zum zweiten Mal ohne Meisterschaftspunkte.

«Mein Start war furchtbar», meinte Scholtz anschließend. «Ich fiel weit zurück, aber ich konnte sehr schnell aufholen. Ich habe bereits in der ersten Runde mindestens fünf Fahrer überholt. Als ich auf dem dritten Platz angekommen war, hatten Joshua Herrin und Cameron Beaubier schon relativ viel Vorsprung, doch dann ist Cameron gestürzt und ich begann, Josh zu jagen.»

«Es gab zwar Passagen, wo er schneller war als ich, aber in den Streckenabschnitten, wo meine Vorteile lagen, konnte ich sehr viel Zeit gutmachen. Als ich zu Josh aufgeschlossen hatte, verteidigte er seinen ersten Platz und hat mir eine harte Gegenwehr geleistet. Drei Runden vor Schluss kam ich endlich vorbei und dann habe ich nur noch den Kopf eingezogen und bin davongedonnert. Ich bin wirklich sehr glücklich und danke meiner Crew, die wieder einmal einen tollen Job gemacht hat.»

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