Chile: Loeb feiert als Hyundai-Pilot erstes Podium

Von Toni Hoffmann
WRC

Licht und Schatten bei Hyundai: Neuzugang Sébastien Loeb feiert im Hyundai i20 beim sechsten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Chile sein erstes Podium, Thierry Neuville/Nicolas Gilsoul überstehen Horror-Crash.

Der neunfache Rekordchampion Sébastien Loeb bestritt mit seinem vierten Start im Hyundai bei der chilenischen Premiere in der Rallye-Weltmeisterschaft seine erste Schotterrallye im i20 WRC. Nach einem eher verhaltenen Start auf den Schlammpisten am Freitag, der mehr zur Auslotung der Fähigkeiten auf Schotter diente, steigerte sich der 79-fache Rekordsieger am Samstag und am Sonntag. Bei Chile-Finale kämpfte er sogar gegen den Titelverteidiger Sébastien Ogier im Citroën C3 um den Ehrenrang hinter dem klar führenden Ott Tänak im Toyota Yaris. Am Ende musste Loeb bei seinem bislang besten Hyundai-Ergebnis um 7,1 Sekunden den zweiten Platz Ogier überlassen.

«Die Rallye Chile war aus meiner Sicht eine schwierige, aber auch eine erfreuliche produktive Rallye», führte Loeb an. «Es ist schon etwas her, dass ich mich in einem Auto so wohl gefühlt habe. Der Hyundai gab mir dieses Gefühl wieder zurück und hat  mir gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich hatte keine Chance, Ogier in der Power Stage abzufangen. Es war toll, mit ihm zu kämpfen. Wir haben wichtige Punkte für das Team geholt- Ich freue mich, dass ich zur Verteidigung der Tabellenführung beitragen konnte.»

Teamchef Andrea Adamo erklärte: «Sébastien Loeb und Daniel Elena haben an diesem Wochenende großartige Arbeit geleistet. Das ganze Wochenende haben sie uns jung fühlen lassen. Sie fanden zurück zu dem Leistungsniveau, das an ihre besten Jahre erinnert. Sie fuhren hier eine erstaunliche Rallye und haben dazu beigetragen. unsere Ambitionen für die Meisterschaft aufrechtzuerhalten.»

In er Herstellerwertung verteidige Hyundai die Führung mit 178 Punkten und liegt nach sechs Läufen 29 Zähler vor Toyota. Bei den Fahrern musste Hyundai die Führung abgeben. Nach dem Horrorunfall von Thierry Neuville und Nicolas Gilsoul, den beide fast unverzehrt überstanden, blieben sie ohne Punkte. Neuville fiel vom ersten mit 110 Punkten hinter Ogier (122) und Tänak (112) auf den dritten Tabellenplatz zurück. Die beiden sind aber beim nächsten Lauf in Portugal wieder am Start.

Andreas Mikkelsen fuhr dem Glanz von Argentinien, wo er hinter Neuville Zweiter wurde, in Chile hinterher. Er wurde in Chile Siebter. «Diese Rallye ist für uns nach dem Hoch in Argentinien eine echte Enttäuschung gewesen», gestand Mikkelsen. «Ich bin sicher, dass wir den Fehler auf die Streckenbesichtigung zurückführen können. Wir erstellten einen sehr aggressiven Aufschrieb, aber nach einigen Aha-Momenten habe ich mich nicht so auf die Streckennoten so verlassen, wie es erforderlich hätte sein solle. Ich war danach etwas zu vorsichtig.»

Rallye Chile  – Endstand nach 16 Prüfungen - NEU:

Platz

Team/Auto

Zeit/Diff.

1.

Tänak/Järveoja (EE), Toyota

3:15:53,8

2.

Ogier/Ingrassia (F), Citroën

+ 23,1

3.

Loeb/Elena (F/MC), Hyundai

+ 30,2

4.

Evans/Barritt (GB), Ford

+ 1:36,7

5.

Suninen/Salminen (FIN), Ford

+ 3:15,6

6.

Lappi/Ferm (FIN), Citroën

+ 3:45,4

7.

Mikkelsen/Jager (N), Hyundai

+ 4:39,0

8.

Rovanperä/Halttunen (FIN), Skoda R5

+ 7:52,5

0.

Östberg/Eriksen (N), Citroën R5

+ 8:16,1

10.

Meeke/Marshall (B), Toyota

+ 8:33,4

Stand der Fahrer-WM nach 6 von 14 Läufen - NEU:

Platz

Team/Auto

Punkte

1.

Ogier/Ingrassia (F), Citroën

122

2.

Tänak/Järveoja (EE), Toyota

112

3.

Neuville/Gilsoul (B), Hyundai

110

4.

Meeke/Marshall (GB), Toyota

55

5.

Evans/Martin (GB), Ford

55

6.

Loeb/Elena (F/MC), Hyundai

39

7.

Mikklesen/Jaeger (N), Hyundai

32

8.

Lappi/Ferm (FIN), Citroën

34

9.

Latvala/Anttila (FIN), Toyota

32

10.

Suninen/Salminen (FIN), Ford

30


Stand der Herstellerwertung nach 6 von 14 Läufen:

Platz

Team/Auto

Punkte

1.

Hyundai Shell Mobis WRT (i20 WRC)

178

2.

Toyota Gazoo Racing WRT (Yaris WRC)

149

3.

Citroën Total WRT (C3 WRC)

143

4.

M-Sport Ford WRT (Ford Fiesta WRC)

100

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