«Monte»: Ogier startet die Offensive

Von Toni Hoffmann
WRC
Sébastien Ogier zum Dritten

Sébastien Ogier zum Dritten

Der Weltmeister Sébastien Ogier beim Auftakt zur Rallye-Weltmeisterschaft in den französischen Seealpen die Offensive auf die Führung eröffnet.

Der Titelverteidiger Ogier ist am zweiten Tag der 82. Rallye Monte Carlo wieder in seinem Element auf der siebten Entscheidung, der mit 49,03 längsten Prüfung »Vitrolles», setzte er im VW Polo R WRC seine dritte Bestmarke in Folge. Dies brachte den letztjährigen «Monte»-Zweiten um zwei Plätze vor auf den zweiten Rang. Auf den weiterhin führenden Bryan Bouffier im privaten Ford RS WRC reduzierte nach der siebten Prüfung der Rückstand auf inzwischen 35,7 Sekunden. Kris Meeke notierte im Citroën DS3 WRC mit einem Rückstand von 47,6 Sekunden den dritten Platz nun. Nur fünf Sekunden ist Robert Kubica im Ford Fiesta RS WRC fast schon in unmittelbarer Schlagdistanz.

Lange Prüfungen sind eine Spezialität von Ogier. Da kam die mit 49,03 km längste Entscheidung der Rallye Monte Carlo zwischen Vitrolles und Faye dem Weltmeister bei seiner Aufholjagd nach einem eher misslungenen ersten Tag nur recht. Auf der schnee- und eisfreien Strecke war er 11,7 Sekunden schneller als Bouffier und Meeke nahm er dort 20,5 Sekunden ab.  

«Ogier macht mächtig Druck. Ich denke, ich habe zu Beginn etwas Zeit verloren. Danach aber lief es besser. Es dürfte etwas schwierig sein, Ogier hinter mir zu halten, aber ich bemühe mich», sagte Bouffier.  

«Das war keine schlechte Prüfung. Es gab einige Asphaltstellen, die wie Glatteis waren», merkte Ogier an.  

«Die Strecke war wirklich auf der Höhe sehr glatt. Das war wie Glatteis und das ist nun wirklich nicht mehr lustig», ärgerte sich Meeke.  

«Das war eine sehr schwierige Prüfung. Im Mittelteil regnete es und wie hatten Aqua-Planing», berichtete Kubica nach seiner längsten Rallye-Prüfung.  

Der Schweizer Altmeister Olivier Burri, 2013 noch Neunter, und sein Beifahrer Fabrice Gordon sollen mit ihrem Ford Fiesta S2000 aufgegeben haben. Gründe bisher nicht bekannt. In der WRC2-Wertung haben inzwischen die Deutschen Armin Kremer und Klaus Wicha im Ford Fiesta R5 die Führung auf dem 13. Gesamtplatz übernommen.  

Stand nach der 7. von 15 Prüfungen:

1. Bouffier/Panseri (F) Ford Fiesta RS WRC, + 1:54:48,4 h.
2. Ogier/Ingrassia (F) VW Polo R WRC, + 35,6 sec.
3. Meeke/Nagle (GB/IRL) Citroën DS3 WRC, + 47,6
4. Kubica/Szczepaniak (PL) Ford Fiesta RS WRC, + 52,6
5. Östberg/Andersson (N/S) Citroën DS3 WRC, + 1:59,2 min.
6. Latvala/Antilla (FIN) VW Polo R WRC, + 2:43,3
7. Evans/Barritt (GB) Ford Fiesta RS WRC, + 2:51,7
8. Hirvonen/Lehtinen (FIN) Ford Fiesta RS WRC, + 3:16,8
9. Mikkelsen/Markkula (N/FIN) VW Polo R WRC, + 4:25,2
10. Melicharek/Melicharek (SVK) Ford Fiesta RS WRC, + 8:36,7  

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