Die Drift-Elite tritt wieder in Polen an

Von Toni Hoffmann
WRC
Mikko Hirvonen bei seinem Polen-Sieg 2009

Mikko Hirvonen bei seinem Polen-Sieg 2009

Mit der Rallye Polen am letzten Juni-Wochenende startet die Rallye-Weltmeisterschaft in die zweite Saisonhälfte. Auf den dortigen Schotterpisten sind wieder die Driftkünstler voll in ihrem Element.

Keine Frage, die erste Saisonhalbzeit der Rallye-Weltmeisterschaft war mit ihren sechs Entscheidungen eine klare Sache für die Titelverteidiger Volkswagen und Sébastien Ogier. Diese Kombination beherrscht auch 2014 wieder klar die Königsklasse. Die Wolfsburger mit ihrer Tuningschmiede in Hannover gewannen alle sechs Saisonläufe und sind seit der Rallye Australien im September 2013 in der Königsklasse nun seit zehn Rallyes in Folge als neue Rekordmarke unschlagbar. Champion Ogier führt die Fahrerwertung mit vier Erfolgen 33 Punkte vor dem Teamkollegen Jari-Matti Latvala an. Volkswagen liegt bei den Herstellern weit abgeschlagen um 118 Zähler vor Citroën an der Tabellenspitze. Und eine Wende ist angesichts der oft schwächelnden Konkurrenz nicht in Sicht.

Für das WM-Comeback der Rallye Polen, 2009 erstmals nach 1973 wieder in der Königsklasse, wurde der griechische Schotter-Klassiker «Akropolis» geopfert. 2009 gewann Mikko Hirvonen (Ford Focus WRC) vor Dani Sordo im Citroën C4 WRC. Dessen Teamkollege Sébastien Loeb, der beim vorausgegangenen Lauf in Griechenland seinen schlimmsten Rallye-Unfall unverletzt überstanden hatte, landete damals bereits auf der zweiten Prüfung neben der Piste. Dank einer sehr umstrittenen Stallregie von Citroën, nach der sich Conrad Rautenbach und Evgeny Novikov vom Citroën-Junior-Team mit Zeitstrafen zurückfallen lassen mussten, wurde Loeb noch auf den siebten Endplatz gehievt. Die WM-Führung von Hirvonen um einen Punkt vor Loeb konnte Citroën dennoch nicht verhindern.  

Die Rallye Polen ist mit ihrer 71. Auflage nach der «Monte» die zweitälteste Rallye der Welt. Sie ist in diesem Jahr nach Schweden mit dem Ausläufer nach Norwegen die zweite WM-Runde, die in zwei Ländern ausgetragen wird. Die Strecke am Freitag, 27. Juni führt nämlich mit zwei Prüfungen, die zweimal passiert werden, ins benachbarte Litauen. Die übrigen Entscheidungen finden auf den Schotterpisten der Masurischen Seenplatte rund um das Zentrum Mikolajki statt. Die ansonsten technischen Schotterpisten können sich aber bei Regen, wie im letzten Jahr beim polnischen EM-Lauf geschehen, in schlimme, kaum zu überwindende Schlammpfade verwandeln.  

Die Rallye Polen wird am Donnerstag, 26. Juni, um 15:30 Uhr in Mikolajki gestartet. Sie führt über insgesamt 1.671 km und 24 Prüfungen (= 362,48 km). Am Donnerstag stehen die ersten drei Entscheidungen an. Der Freitag führt die Teams ins benachbarte Litauen, wo vier der sieben Tagesentscheidungen absolviert werden. Am Samstag stehen zehn Prüfungen im sportlichen Aufgabenbuch. Das Polen-Finale am Sonntag bietet noch vier Entscheidungen bis zur Zielankunft um 14:00 Uhr in Mikolajki.

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