Doppelchampion Ogier in Italien wieder vorne

Von Toni Hoffmann
WRC
Sébastien Ogier bei Micky's Jump im Sprung zur Führung

Sébastien Ogier bei Micky's Jump im Sprung zur Führung

Die in der Rallye-Weltmeisterschaft gewohnte Volkswagen-Hierarchie ist auf der zweiten Etappe der Rallye Italien wieder hergestellt worden.

Der Doppelchampion und Tabellenführer Sébastien Ogier übernahm am späten Nachmittag auf Sardinien im VW Polo R WRC wieder die fast schon obligatorische Führung. Auf der drittletzten Tagesentscheidung war es mit dem italienischen Rallye-Märchen des Außenseiters Hayden Paddon vorerst vorbei. Wegen eines Drehers und eines Getriebeproblems an seinem Hyundai i20 WRC fiel der von der zweiten Entscheidung überraschend dominierende Paddon um 2:13,6 Minuten auf den Ehrenrang zurück. «Das Heck brach aus und wir drehten uns. Das war's», war der Kommentar des entthronten Spitzenreiters.

«Das waren zwei fantastische Tage für uns. Das war heute eine sehr interessante Rallye», meinte der 31-jährige Ogier.   «Am Vormittag schien es noch unmöglich. Aber dann ist vieles passiert. Es war ein sehr, sehr harte Rallye, ein sehr langer Tag und ein schwieriger Nachmittag. Da war es auch besser für mich und ich konnte attackieren», ergänzte Ogier.  

«Ich dachte, auf der letzten Prüfung, das war's nun. Wir trafen auf der Fahrerspur einen Stein. Ich glaube, alle konnten auf der letzten Prüfung mein Herz schlagen hören. Ich bin froh, dass wir endlich durch sind», meinte ein ziemlich erleichterter Paddon.    

Nach 19 der 23 Schotterprüfungen erreichte der Vorjahreszweite Mads Östberg im Citroën DS3 WRC den dritten Rang (Rückstand: 3:25,6 Minuten). Er kam mit einem Reifenschaden vorne rechts ins Ziel der Prüfung. «Wir haben einen schleichenden Plattfuß. Schon etwas früher hatte es den Anschein, als rutsche der Reifen von der Felge. Endlich ist dieser Tag zu Ende», merkte Östberg an.  

31,4 Sekunden dahinter reihte sich Thierry Neuville im Hyundai i 20 WRC auf dem vierten Rang ein. «Das war ein schwerer Tag, aber ich bin mit meiner Leistung zufrieden», meinte der letztjährige Deutschland-Sieger, dem mit einem Abstand von 1:18,5 Minuten Elfyn Evans im Ford Fiesta RS WRC auf der fünften Position, wie in Vorjahr bei seinem WRC-Debüt, folgte.  

Während Ogier von zwei fantastischen zwei Tagen sprach, würde sein Teamkollege Jari-Matti Latvala diese eher in der Schublade «vergessen» ablegen. «Das waren für uns bislang zwei harte Tage. Wir mussten acht Kilometer auf der letzten Prüfung mit einer gebrochenen Aufhängung zurücklegen. Ich bin froh, dass der Tag beendet ist und wir noch auf der sechsten Position liegen», äußerte sich der Portugal-Sieger Latvala, der auf Rang sechs schon 8:08,6 Minuten hinter seinem Stallgefährten Ogier lag.  

Der dreifache Deutsche Champion und Ex-Europameister erreichte im Skoda Fabia R5 den 13. Rang (Rückstand: 19:46,3 Minuten) und in der WRC2-Wertung, die von Yurij Protasov (Ford Fiesta RRC) vor Paolo Andreucci (Peugeot 208 T16) und Jan Kopecký (Skoda Fabia R5) angeführt wurde, den sechsten Platz. Am Samstagvormittag war der Asien-Pazifik-Champion wegen einer gebrochenen Aufhängung und stark nachlassenden Bremsen stark gehandycapt.  

Stand nach der 19. von 23. Prüfungen:  

1. Ogier/Ingrassia (F), VW Polo R WRC, 3:54:34,9 h.
2. Paddon/Kennard (NZ), Hyundai i20 WRC, + 2:13,6 min.
3. Östberg/Andersson (N/S), (Citroën) DS3 WRC, + 3:215,6
4. Neuville/Gilsoul (B), Hyundai i20 WRC, + 3:57,0
5. Evans/Barritt (GB), Ford Fiesta RS WRC, + 5:15,5
6. Latvala/Anttila (FIN), VW Polo R WRC, + 8:08,6
7. Protasov/Cherepin (UK), Ford Fiesta RRC, + 13:32,4
8. Andreucci/Andreussi (I), Peugeot 208 T16, + 13:39,4
9. Kopecký/Dresler (CS), Skoda Fabia R5, + 15:30,8
10. Al-Rajhi/Orr (KSA/GB), Ford Fiesta RCC, + 16:28,8  

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