24h Le Mans

24h Le Mans: LMP2-Sieger nachträglich disqualifiziert

Von - 19.06.2018 07:55

Roman Rusinov, Jean-Eric Vergne und Andrea Pizzitola verlieren ihren ersten Platz in der LMP2-Klasse bei der 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans. Auch die Teamkollegen von TDS Racing werden noch ausgeschlossen.

Der große Langstrecken-Klassiker von Le Mans dauert bekanntermaßen 24 Stunden. Um das finale Ergebnis festzulegen, vergeht ab und zu sogar noch mehr Zeit. In der Nacht von Montag auf Dienstag gaben die Regelhüter nun bekannt, dass das Siegerteam der LMP2-Klasse G-Drive Racing vom Rennen disqualifiziert wurde. Grund dafür war eine nicht regelkonforme Tankanlage. Die FIA-Entscheidung spricht hier von einem zusätzlichen mechanischen Teil, welches vom Team designt wurde, um den Benzin-Durchfluss zu manipulieren. Damit verlieren Roman Rusinov, Jean-Eric Vergne und Andrea Pizzitola ihren LMP2-Klassensieg. Das Trio hatte das Rennen in Le Mans dominiert und fast über die komplette 24-Stunden-Distanz die LMP2-Kategorie angeführt, jedoch bei vielen Boxenstopps immer wieder Zeit gewonnen.

Die Disqualifikation nimmt noch weitere Kreise an. Denn auch der zunächst viertplatzierte Oreca von François Perrodo, Matthieu Vaxiviere und Loïc Duval (TDS Racing) wurde wegen des gleichen technischen Vergehens von den 24 Stunden von Le Mans ausgeschlossen. Die Parallele ist hier schnell gefunden, da der Oreca von G-Drive Racing ebenfalls von TDS eingesetzt wird. Das französische Team hat nun 96 Stunden Zeit, um gegen die Steward-Entscheidung Berufung einzulegen. Das G-Drive Auto hatte insgesamt einen guten Start in die Saison 2018. Neben dem Klassensieg beim 6-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps (FIA WEC) konnte auch der zweite Saisonlauf der ELMS (European Le Mans Series) gewonnen werden.

Durch den Ausschluss ging der Klassensieg in der LMP2-Klasse bei den 24 Stunden von Le Mans nun an den Alpine A470 (Oreca 07) von Signatech mit den Piloten Nicolas Lapierre, André Negrão und Pierre Thiriet. Neuer Zweiter ist der Oreca 07 von Graff-SO24 mit Vincent Capillaire, Jonathan Hirschi und Tristan Gommendy. Mit dem Wagen von United Autosports (Hugo de Sadeleer, Will Owen und Juan Pablo Montoya) schaffte es final somit tatsächlich noch ein Ligier JS P217 auf das Podium.

Auch in der GTE-Pro-Klasse gab es nochmals eine elementare Änderung im Klassement. Der Ford GT von Andy Priaulx, Harry Tincknell und Tony Kanaan bekam eine Zeitstrafe auferlegt, da IndyCar-Star Kanaan die minimale Zeit im Cockpit von sechs Stunden unterschritten hatte. Anstatt auf Platz vier wird das Trio nun auf der zwölften Position gewertet.

Neues Ergebnis LMP2-Kategorie

1. Lapierre/Negrão/Thiriet (Alpine)
2. Capillaire/Hirschi/Gommendy (Oreca)
3. de Sadeleer/Owen/Montoya (Ligier)
4. Jaafar/Tan/Jeffri (Oreca)
5. Gonzalez/Maldonado/Berthon (Oreca)

Neues Ergebnis GTE-Pro-Klasse

1. Christensen/Estre/Vanthoor (Porsche)
2. Lietz/Bruni/Makowiecki (Porsche)
3. Müller/Hand/Bourdais (Ford)
4. Magnussen/García/Rockenfeller (Corvette)
5. Vilander/Derani/Giovinazzi (Ferrari)

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Nicht mehr Sieger in der LMP2 bei den 24h von Le Mans: Der Oreca von G-Drive © DPPI Nicht mehr Sieger in der LMP2 bei den 24h von Le Mans: Der Oreca von G-Drive Zurückgestuft: Der Ford GT von Andy Priaulx, Harry Tincknell und Tony Kanaan © DPPI Zurückgestuft: Der Ford GT von Andy Priaulx, Harry Tincknell und Tony Kanaan
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