Sportwagen-Journalist Gustav Büsing verstorben

Von Oliver Runschke
24h Le Mans
Er war die deutsche Stimme des Sportwagensports: Journalistenlegende und Eurosport-TV-Kommentator Gustav Büsing ist tot.

Er war einer Besten in seines Fach und jahrelang die Stimme des Sportwagensports: Der deutsche Sportjournalist und TV-Kommentator Gustav Büsing ist am Montagvormittag im Alter von 72 Jahren verstorben. Büsing war seit mehr als 25 Jahren die deutsche Stimme der 24h von Le Mans beim TV-Sender Eurosport.

Für die deutschsprachigen Sportwagen-Fans war Le Mans, wenn Büsing anfing zu kommentieren. Von seiner letzten Reise nach Le Mans kehrte er nicht in seine Wahlheimat Bonn zurück. Am heutigen Montagvormittag verstarb Büsing nach kurzer, schwerer Krankheit in Paris.

Büsing war fachlich respektiert und menschlich ein hoch geschätzter Kollege. Freundlich, hilfsbereit, offen, selbstlos und stets bestens informiert, dazu ein begnadeter Schreiber: Im Pressesaal wie auch im Fahrerlager war Büsing anerkannt und so beliebt wie kein Zweiter.

Eitelkeit war seine Sache nicht: Als ihn einige Fans zuletzt beim WEC-Lauf in Spa um Autogramme baten, war ihm das peinlich.

Seine journalistische Laufbahn startete der gebürtige Oldenburger in der Politik; er arbeitete im Innenministerium, ehe er Ende der 1970er Jahre für die Autozeitung begann über Motorsport zu berichteten.

Als Peter Sauber Anfang der 1990er Jahre vom Sportwagensport in die Formel 1 wechselte, ging Büsing als Pressesprecher des Teams mit. Seit der Zeit kommentierte er auch die 24h von Le Mans und viele weitere Sportwagenrennen bei Eurosport. Er war jahrelang Pressechef des Grand-Prix von Europa auf dem Nürburgring, er war für verschiedene renommierte Fachmedien als Autor tätig und verfasste zudem eine Vielzahl von Fachbüchern.

Büsing zählte zu den Kollegen, die auch im fortgeschrittenen Alter nicht vom Rennsport los kamen. Anstatt eines Spaziergangs am Rhein zog Büsing immer noch die Welttournee der Sportwagen-WM FIA WEC vor. In Spa-Francorchamps oder Le Mans war Büsing ebenso zu Hause wie auf dem Nürburgring, seiner zweiten Heimat. Ein Glas Rotwein trank er immer noch lieber in Le Castellet als auf der Terrasse in Bonn.

Das Letzte, was er von dieser Welt sah, war Le Mans. Er hätte diesen Gedanken sicher gemocht.

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