Marc Marquez: «Man muss die Gegner immer im Auge behalten»
MotoGP-Weltmeister Marc Marquez spricht in einem Interview offen über die Herausforderungen der modernen MotoGP und den Einfluss der Rookies auf das Establishment.
Die Brüder Marc und Alex Marquez sowie der brasilianische MotoGP-Neuling Diogo Moreira trainierten dieser Tage wieder einmal gemeinsam auf der Motocross-Piste in der Nähe von Madrid. Bei einem gemeinsamen Termin beim spanischen Bier-Sponsor Estrella Galicia saßen zuletzt Marc Marquez, Moreira sowie auch Moto3-Champion und Moto2-Rookie Jose Antonio Rueda vor dem Mikrofon. Rueda war im Herbst in den schweren Unfall von Noah Dettwiler in Sepang verwickelt.
«Es ist interessant – wenn man in der MotoGP- und in der Moto2-WM versucht, schneller zu fahren, wird man sehr oft langsamer», philosophierte der neunfache Weltmeister Marquez, der zum Auftakt der MotoGP in Buriram auch extrem harte Konkurrenz von Aprilia hatte.
«Man muss in jedem Fall schon im FP1 beginnen, das Wochenende aufzubauen – ohne dabei die schnelle Runde zu vergessen, denn das Qualifying ist sehr wichtig. Gleichzeitig muss man sich auf das Hauptrennen und den Sprint vorbereiten – beides verlangt zwei unterschiedliche Fahrstile.»
Marquez gesteht aber auch: «Man muss immer ein Auge auf die Gegner haben – darauf, was sie vielleicht besser oder schlechter machen und wo sie gerade stehen. Daraus kann man ableiten, ob man sagen kann: Dieses Wochenende gehört uns!»
Der Rat, den Marquez für die Rookies Moreira und Rueda bereithält: «Mein Rat lautet, geduldig zu arbeiten. Man soll die Dinge nicht sofort schwarz sehen und frustriert sein. Es gibt Wochenenden, an denen es gut läuft – und dann kommen etwa in der Moto2 Rennwochenenden, an denen man plötzlich um Platz 20 fährt. Wenn man hinten steht, schmerzt das. Aber es geht um Geduld, harte Arbeit und darum, dass man sich steigert.»
Der grinsende Rat von Marquez an Moreira für seinen anstehenden Heim-Grand Prix in Brasilien: «Sei geduldig – übertreibe es nicht – mache dir nicht zu viel Druck!» Marquez unterstreicht zudem: «Die WM ist sehr anspruchsvoll – 22 Schauplätze, und dann kommt auch noch ihr Youngsters und macht uns Druck. Wie du in Thailand gesehen hast, ist es mit dem Sprint-Rennen, dem Qualifying und dem Hauptrennen ein sehr intensives Wochenende.»
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