24h Nürburgring: Der erweitere Favoritenkreis

Von Sören Herweg
24h Nürburgring
Auch McLaren, Nissan und Aston Martin könnten ein Wort um den Gesamtsieg mitreden, allerdings haben sie alle einen kleinen Schwachpunkt.

Ein 24h Rennen, bei dem es insgesamt sieben Hersteller gab die um den Gesamtsieg kämpfen gab es schon lange nicht mehr. Neben den, bereits im ersten Teil unserer Vorschau für den Eifelklassiker vorgestellten Fahrzeugen haben noch rund zehn weitere Autos Chancen auf die oberste Stockerlstufe.

Zum zweiten Mal bringt Aston Martin einen werksunterstützen Vantage GT3 an den Start, wie schon im Vorjahr geht der englische Sportwagen in den Farben des Stoßdämpferherstellers Bilstein ins Rennen. Als Piloten hat man wieder Stefan Mücke, Pedro Lamy und Darren Turner mit an Bord und genau dies ist womöglich die Schwachstelle von Aston Martin Racing. Alle drei Fahrer sind zwar Spitzenpiloten, aber bricht bei einem Trio einer der Fahrer ein, so steigt für die verbleibenden zwei die Belastung erheblich an und somit verliert man womöglich den Anschluss an die Spitzengruppe und das Rennen. Sollten Turner, Mücke und Lamy ohne Probleme durchkommen, könnten sie sich am Sonntag um kurz nach 16 Uhr auf dem Podium wiederfinden.

Erstmals als möglicher Siegkandidat geht McLaren ins Rennen, über den Winter hat die Mannschaft von Dörr Motorsport sich stark weiter entwickelt. Neben Entwicklungsreifen von Pirelli erhält man heuer auch Unterstützung von McLaren GT in Form von Technikern und den Werksfahrern Alvaro Parente und Kevin Estre. Zusammen mit Peter Kox und Tim Mullen bilden Parente und Estre ein Quartett was als Underdog auch auf das Stockerl fahren kann. Ein Fragezeichen steht hinter Nordschleifenneuling Alvaro Parente. Der Portugise hat bisher keinen VLN-Einsatz absolviert und wird am 24h Wochenende ins kalte Wasser geworfen. Im letzten Jahr war die Technik des McLaren noch sehr fragil, beim 24h Rennen beendete der Sportwagen aus Woking nicht einmal die erste Rennrunde. Dieses Jahr steht das Auto aber wesentlich aussortierte dar und holte beim dritten VLN-Lauf Rang zwei.

Die Mannschaft des Nissan GT Academy Team RJN könnte sich mit der Fahrerbesatzung Florian Strauß, Nick Heidfeld, Lucas Ordonez und Alex Buncombe auch auf einem der vorderen Ränge wiederfinden. Hier müssen sich die Piloten aus allen Scharmützeln raushalten und die Technik des Nissan GT-R NISMO GT3 muss fehlerfrei funktionieren. Eine Platzierung unter den besten Fünf wäre ein Spitzenresultat für den ersten Werkseinsatz des japanischen Herstellers.

Vor allem aufgrund der verwendeten Reifen sind die Teams von Prosperia C.Abt Racing und HTP Motorsport nur im erweiterten Favoritenfeld anzusiedeln. Bei Abt schnallt man Hankook Pneus auf die beiden Audi R8 LMS ultra. Diese teilen sich Marco Seefried/ Nicki Thiim/ Richard Westbrook/ Alexander Müller und Christopher Mies/ Christer Jöns/ Niclas Kentenich/ Dominik Schwager. Auch bei HTP Motorsport, wo Maximilian Götz, Harold Primat, Kenneth Heyer und Roland Rehfeld die Lenkradarbeit übernehmen, ist der Pirelli Reifen die große Unbekannte. Für eine Runde mögen die Reifen allemal gut sein, dies zeigte auch die Pole Position des HTP Mercedes-Benz SLS AMG GT beim 24h Qualifikationsrennen. Ihr Konstanz über einen Stint zeigt sich erst beim Eifelklassiker.

Beim zweiten Rowe Racing Flügeltürer hängen die Erfolgsaussichten vor allem davon ab, wie sich die Piloten Michael Zehe, Christian Hohenadel, Nico Bastian und Maro Engel die Zeit hinter dem Steuer aufteilen. Auch die BMW Besatzungen Martin Tomczyk/ Dominik Baumann/ Claudia Hürtgen/ Jens Klingmann (BMW Sports Trophy Team Schubert) und Bas Leinders/ Nicky Catsburg/ Markus Palttala/ Dirk Adorf (BMW Sports Trophy Team Marc VDS) spielen eher die zweite Geige zu ihrem jeweiligen Schwesterauto.

Im dritten Teil unserer Vorschau befassen wir uns mit dem Mittelfeld der Spitzengruppe, welches immer noch mit reichlich GT3 Sportwagen gefüllt ist.

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