24h Dubai: Sieg für den Herberth-Motorsport-Porsche

Von Oliver Müller
24H Endurance Series
Am Start lag der Porsche 911 GT3 R von Herberth Motorsport auf Platz drei

Am Start lag der Porsche 911 GT3 R von Herberth Motorsport auf Platz drei

Mit den Piloten Alfred und Robert Renauer, Daniel Allemann, Ralf Bohn und Porsche-LMP1-Pilot Brendon Hartley konnte die deutsche Mannschaft Herberth Motorsport beim 24-Stunden-Rennen in Dubai zum Triumph fahren.

Das (unter anderem aus dem ADAC GT Masters bekannte) Team Herberth Motorsport ist der grosse Sieger der 24 Stunden von Dubai – dem ersten grossen 24h-Rennen der neuen Motorsport-Saison. Der Porsche 911 GT3 R der beiden Teamchefs Alfred und Robert Renauer, Daniel Allemann, Ralf Bohn und Porsche-LMP1-Pilot Brendon Hartley überfuhr nach insgesamt 578 Runden auf dem 5,399 Kilometer langen Kurs im Südwesten des Emirarts Dubai als Erster die Ziellinie. Mit Platz zwei für den Wagen von Manthey Racing (zwei Runden Rückstand) wurde der Porsche-Doppelsieg perfekt.

Das siegreiche Fahrzeug hatte das Rennen zunächst von Startplatz drei aus in Angriff genommen. Und während zu Rennbeginn der Mercedes-AMG GT3 von Black Falcon mit Jeroen Bleekemolen/Khaled Al Qubaisi/Patrick Assenheimer/Manuel Metzger und der Lamborghini Huracán GT3 vom GRT Grasser Racing Team mit Mirko Bortolotti/Christian Engelhart/Rik Breukers/Rolf Ineichen/Mark Ineichen die Pace machte, blieb der Porsche immer in Schlagdistanz. Durch eine geschickte Rennstrategie (mit beispielsweise Boxenstopps während der Code-60-Phasen) konnte dann auch schnell die Führung übernommen werden. Und schon während der Nachtstunden war der Herberth-Porsche das dominierende Fahrzeug.

Neben dem von Pole gestarteten Black-Falcon-Mercedes AMG GT3 war dann eigentlich nur noch der Porsche von Manthey Racing mit mit Sven Müller/Matteo Cairoli/Jochen Krumbach/Otto Klohs im Favoritenkreis für den Gesamtsieg. Doch letztgenannter Pilot wurde in den frühen Morgenstunden von einem anderen Wagen getroffen, was einen Schaden vorne links zur Folge hatte. Durch die Reparatur gingen letztendlich ca. zwei Runden verloren, sodass man sich auf Position fünf wiederfand.

Eine weiterer Zwischenfall sorgte ca. sieben Stunden vor Rennende dann für die Vorentscheidung: Der zu diesem Zeitpunkt drittplatzierte Black-Falcon-Mercedes AMG GT3 (in dem gerade Khaled Al Qubaisi am Steuer war) und der Lamborghini Huracán GT3 vom GRT Grasser Racing Team mit Mirko Bortolotti (lag zu dem Zeitpunkt auf Platz acht) kollidierten auf der Strecke. Zwar konnten beide Rennwagen noch in die Box geschafft werden, doch der Traum von Sieg war gelaufen.

Somit entwickelte sich im letzten Rennviertel ein Zweikampf um den Triumph in Dubai. Grund: Der in Führung liegende Herberth-Motorsport-Porsche wurde noch einmal vom befreit auffahrenden Manthey-911 angegriffen. Hier gab vor allem Werksfahrer Sven Müller ordentlich Gas. Am Ende reichte es für die Manthey-Truppe zu Gesamtplatz zwei. Das Podium komplettierte der zweite Black-Falcon-Mercedes-AMG GT3 von Abdulaziz Al Faisal/Hubert Haupt/Yelmer Buurman/Michal Broniszewski/Maro Engel (drei Runden zurück).

Die 24 Stunden von Dubai sind inzwischen fast schon zu einem Sportwagen-Klassiker geworden. Denn in diesem Jahr wurde das Rennen schon zum zwölften Mal ausgetragen. Organisiert wird das Event von der niederländischen Agentur Creventic, die darauf anbauend über die Jahre weitere Langstrecken-Rennen ins Leben gerufen hatte und später unter der Bezeichnung 24h Series zu einer richtigen Meisterschaft vereinte. Nächster Lauf der Serie wird das 12-Stunden-Rennen in Mugello (17./18. März) sein.
Und auch der Termin für die kommenden 24 Stunden von Dubai steht schon fest: 11.-13. Januar 2018.

Hier das vorläufige Endergebnis der 2017er Ausgabe.

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