Audi-F1-Projektleiter Mattia Binotto: «Wir sollten nicht so negativ sein»
Die Auswirkungen der umfassenden Formel-1-Regeländerungen, die in diesem Jahr umgesetzt wurden, sorgen weiterhin für rote Köpfe. Audi-F1-Projektleiter Mattia Binotto verteidigt das aktuelle Regelwerk.
Die aktuellen Formel-1-Regeln und ihre Auswirkungen auf die Arbeit der GP-Stars sind auch nach den jüngsten Anpassungen ein Thema – genauso wie die Zukunft der Königsklasse. FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat in Miami klargestellt, dass er die Rückkehr der V8-Triebwerke in der Formel 1 anstrebt. Audi-F1-Projektleiter Mattia Binotto verteidigt hingegen die aktuelle Motoren-Formel.
Positives Feedback von den Fahrern
Der in der Schweiz aufgewachsene Italiener betont: «Zunächst möchte ich auf die Kommentare unserer Fahrer eingehen. Unsere Fahrer sind mit dem aktuellen Format zufrieden, und ich denke, es stellt eine grosse Veränderung gegenüber der Vergangenheit dar. Jeder muss sich anpassen und sich daran gewöhnen. Aber insgesamt denke ich, wenn man sich die Rennen ansieht, war es auch für die Fans bisher eine grossartige Show. Seit dem allerersten Rennen sehen wir viele Überholmanöver und enge Duelle – was nicht selbstverständlich ist, wenn es so grosse Veränderungen bei den Vorschriften gibt.»
«Ich halte das Format also für grossartig, und die Formel 1 bleibt damit auch eine Plattform für spitzentechnologische Innovation. Die Fans wissen, dass es eine grosse technische Herausforderung zu meistern gibt. Wie sieht also die Zukunft aus? Ich denke, es ist noch zu früh, um das zu sagen. Wir haben natürlich schon begonnen, mit der FIA darüber zu diskutieren. Wir werden uns zusammensetzen und besprechen, was das Beste für die Formel 1 ist. Aber ich werde dem aktuellen Format gegenüber nicht so negativ eingestellt sein», fährt der 56-Jährige fort.
Weitere Anpassungen möglich
Und der Ingenieur erklärt: «Insgesamt halte ich das Format für gut. Wir haben das Reglement leicht angepasst, um es zu optimieren und zu verbessern. Vielleicht werden wir in den kommenden Jahren noch mehr Anpassungen vornehmen, aber ich denke, wir sollten auch positiv auf das blicken, was wir jetzt erleben. Und wenn man in die Vergangenheit schaut, gab es meiner Meinung nach Epochen, in denen die Formel 1 langweiliger war.»
«Ich denke also, wir sollten nicht so negativ sein», kommt Binotto zum Schluss. «Audi hat schon immer hocheffiziente Motoren angestrebt, und ich denke, das ist uns wichtig, und wir diskutieren sicherlich mit der FIA, was der beste Kompromiss für die Zukunft ist», ergänzt er.
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