Ferrari-Teamchef Fred Vasseur: «Das wird uns sicherlich noch beschäftigen»
Ferrari hat mit dem Upgrade in Miami einen Schritt nach vorne gemacht. Doch damit will man sich nicht begnügen, wie Teamchef Fred Vasseur betont. Er sagt, in welchem Bereich nachgelegt werden muss.
Das Ferrari-Team nutzte die Pause vor der WM-Runde in Miami, um den SF-26, mit dem Lewis Hamilton und Charles Leclerc auf Punktejagd gehen, zu verbessern. Das Team leistete ganze Arbeit und legte sowohl bei Front- und Heckflügel als auch beim Unterboden, Diffusor und bei der Aufhängung nach.
Mit Erfolg, das Ferrari-Duo war beim ersten US-Rennen der Saison konkurrenzfähig. Im Sprint schaffte es Leclerc als Dritter aufs Treppchen, sein Teamkollege Hamilton musste sich mit dem siebten Platz begnügen. Im Grand Prix am Sonntag war der siebenfache Weltmeister letztlich der besser platzierte Ferrari-Pilot. Denn Leclerc rutschte durch die schmerzliche 20-Sekunden-Zeitstrafe, die er fürs Abkürzen kassiert hatte, auf den achten Platz.
Nichtsdestotrotz durfte sich das Team aus Maranello über den Fortschritt freuen. Allerdings wurde im vierten GP des Jahres auch klar, dass die rote Göttin die Reifen stärker beansprucht als die GP-Renner der Konkurrenz. Heisst das, dass der älteste GP-Rennstall der Welt beim nächsten Kräftemessen in Kanada erneut Neuerungen dabeihaben wird, um diese Schwäche auszumerzen?
Teamchef Fred Vasseur sagte dazu: «Ich bin mir nicht sicher, was Kanada angeht, denn dort wird es deutlich kühler sein. Aber es ist klar, dass uns dieses Thema bald beschäftigen wird. Wahrscheinlich trifft das auf alle anderen auch zu. Uns wird das auf jeden Fall beschäftigen.»
Überraschend sei das aber nicht, stellte der Franzose klar: «Wir wussten bereits, dass das Überhitzen der Reifen uns beschäftigen wird.» Und mit Blick auf die weitere Entwicklung erklärte er ausweichend: «Ich denke, es wird bis zum Saisonende so weitergehen mit den Upgrades. Wir haben noch einige Rennen vor uns, und wir haben gesehen, wie viele Weiterentwicklungen alle dabei hatten, was wir, McLaren und Red Bull Racing getan haben. Es wird wohl bis zum Ende so sein, dass wir im Formel-1-Werk zuhause alles geben müssen. Das ist ein entscheidender Erfolgsfaktor.»
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