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Denning (Yamaha) über Michelin 2027: «Der Rennsport bleibt genauso gut»
2027 übernimmt Michelin die Superbike-WM von Pirelli. Yamaha-Teammanager Paul Denning erklärt, warum sich die Serie verändern könnte – und weshalb langsamere Rundenzeiten kein Problem wären.
Superbike WM
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Nach mehr als zwei Jahrzehnten endet in der Superbike-WM eine Ära: Pirelli verlässt die seriennahe Weltmeisterschaft nach der Saison 2026 und wird künftig exklusiver Reifenlieferant der MotoGP. Gleichzeitig kehrt Michelin nach langer Pause ins Fahrerlager der Superbike-WM zurück und übernimmt ab 2027 die Rolle des Alleinausrüsters.
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Für die Teams beginnt damit eine Phase der Umstellung. Erste Eindrücke konnten bereits bei einem privaten Test mit Michelin-Reifen gesammelt werden. Yamaha-Teammanager Paul Denning sieht den Wechsel pragmatisch und erkennt hinter dem Konzept des französischen Herstellers eine klare Idee. Neuer Ansatz für die Superbike-WM «Ich habe mit Michelin gesprochen und sie gefragt, welches Ziel sie damit verfolgen, hier in der Superbike-WM zu sein. Und für mich war die Antwort wirklich sinnvoll und logisch: Sie wollen zeigen, dass ihr Reifen der beste Reifen für die Performance in der realen Welt ist – für Trackday-Fahrer, Rennsport-Enthusiasten oder sportliche Straßenfahrer. Sie wollen also Reifen bewerben, die man morgens zu Beginn eines Trackdays montieren kann und den ganzen Tag fahren kann, ohne dass die Performance stark nachlässt», erklärte Denning gegenüber SPEEDWEEK.com. Damit könnte sich auch die Philosophie der Serie verändern. Michelin verfolgt offenbar nicht den Ansatz, maximale Rundenzeiten zu jagen, wie es bei Pirelli der Fall war. «Sie werden nicht gezielt auf absolute Rundenzeiten gehen. Soweit ich weiß, wird es zum Beispiel keine Qualifying-Reifen geben. Ich denke, das ist der richtige Ansatz für Superbikes. Und mechanischer Grip ist absolut der einfachste Weg, um die Rundenzeiten zu verlangsamen», deutete Denning eine naheliegende Lösung für das Problem an, die Lücke zur MotoGP zu erhalten. Ab 2027 wird die Königsklasse mit der 850er-Ära einen Schritt zurück machen. Es ist nur logisch, dass die Superbike-WM ebenfalls etwas langsamer wird, um den Abstand zu erhalten.
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Dass die Superbikes künftig möglicherweise etwas langsamer werden, hält Denning für unproblematisch: «Wenn die Rundenzeit im Schnitt zum Beispiel eine Sekunde langsamer ist, bleibt das Racing genauso gut – das merkt niemand. Vielleicht gibt es also einen anderen Ansatz beim Reifen, der etwas stärker mit der realen Welt verbunden ist, was positiv sein könnte.»
Gleichzeitig sieht der Yamaha-Manager auch die Regelhüter in der Pflicht. Neben den Reifen könnten weitere Maßnahmen notwendig sein. «Zusätzlich müssen wir auch bei den Regeln einen Weg finden, die Höchstgeschwindigkeiten und die Beschleunigungen zu begrenzen. Nicht nur, um sich an MotoGP anzupassen und den Abstand zwischen den Klassen zu wahren, sondern auch, um auf einigen Rennstrecken zu bleiben und sicherzustellen, dass die Sicherheitsreserven erhalten bleiben.» Superbike-WM ohne Qualifying-Reifen für Denning kein Problem Ob es künftig technische Parallelen zwischen den Michelin-Reifen in der MotoGP und jenen in der Superbike-WM geben wird, ist für Denning zweitrangig. Die ersten Erfahrungen mit dem zukünftigen Alleinausrüster stimmen ihn positiv.
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«Bisher hatten wir einen Testtag, und der Reifen hat ziemlich gut funktioniert. Er war wahrscheinlich besser als erwartet, besonders der Vorderreifen überraschte uns positiv», verriet der Yamaha-Teammanager. Ein möglicher Nebeneffekt des Herstellerwechsels ist das Ende der extrem haftstarken Qualifying-Reifen, die bislang ein Markenzeichen der Superbike-WM waren. Denning sieht darin jedoch keinen großen Verlust. «Ich denke, das hat mehr Sinn gemacht, als Superpole noch eine Art Ein-Runden-Show war, die damals vielleicht interessanter war. Aber wenn man – wie jetzt in der MotoGP – eine 15- oder 20-minütige Qualifying-Session hat, ist die Session genauso spannend. Ob der Reifen nun 0,8 Sekunden schneller ist oder nicht, macht meiner Meinung nach keinen Unterschied», kommentierte Denning.
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