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Fehler gestanden: Renndirektor entschuldigte sich bei Intact-Teamchef Lingg

Tage nach dem Auftaktsieg von Manuel Gonzalez folgte Ernüchterung bei allen Beteiligten der siegreichen Intact-GP-Mannschaft. Immerhin: Die Rennleitung gestand den Fehler ein und entschuldigte sich.

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Lange deutete einiges darauf hin, dass die einzige deutsche Mannschaft im Fahrerlager der MotoGP das schon kaum zu überbietende Resultat aus dem Vorjahr mit den Plätzen 1 und 3 für Manuel Gonzalez und Senn Agius nochmals überbieten wollte. Denn erstmals war es nun der Australier Agius, der sich Startplatz 1 für einen GP-Lauf geholt hatte. Doch der Große Preis von Thailand hatte bekanntermaßen einen anderen Plan.

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Erstmals in der Geschichte der Klasse wurde der Hauptakt in drei Teile geschnitten. Tragischer Held war dabei ausgerechnet der bislang schnellste Moto2-Pilot in Thailand. Nach einem Defekt an der Motorsteuerung der Kalex von Senna Agius konnte die Nummer 81 die Pace der Spitze nicht mehr mitgehen, dann wurde das Motorrad so langsam, dass es auch zum Hindernis wurde. Nur mit Glück überstand Aspar-Ass David Alonso den üblen Crash ohne gravierende Verletzungen.

Die Misere von Agius glich Manuel Gonzalez mehr als aus Auch nach einem weiteren Neustart, verursacht durch den nächsten Doppel-Crash gleich nach dem Start, zog der Vizeweltmeister von Position 4 kommend voll durch. Der Spanier verließ das Fahrerlager von Buriram wie schon 2025 als WM-Führender.

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Erst fünf Tage nach dem für Manuel Gonzalez glorreichen Ende folgte der schockierende wie peinliche Abschluss des Moto2-Chaos-Auftakts. Nachträglich mussten die alle WM-Stände revidiert werden. Bei der Aufstellung zum finalen Sprint für WM-Punkte wurde falsch gerechnet. Statt der benötigten acht Runden, um auf die per Reglement festgesetzte Mindeststrecke für die Vergabe aller WM-Punkte zu kommen, schickte man das Feld mit der Zahl ins Match. Um der eigenen Richtlinie gerecht zu werden, mussten am 6. März alle WM-Stände nachträglich halbiert werden.

Intact-GP-Teamchef Jürgen Lingg wurde von der Nachricht nicht weniger kalt erwischt als sein um 12,5 WM-Punkte ärmerer Spitzenpilot: «Es ist ja nicht das erste Mal, dass Entscheidungen nachträglich korrigiert werden müssen, aber so spät, daran kann ich mich erinnern. In aller Regel erreicht einen die Information der Rennleitung noch während man im Fahrerlager ist. Dann gibt es entweder die Chance, noch vor Ort zu reagieren, oder aber zumindest, sich direkt mit der eigenen Mannschaft auszutauschen.»

Der Allgäuer weiter: «In diesem Fall waren wir gedanklich schon auf dem Sprung nach Südamerika, Thailand war komplett abgehakt. Als ich die Information erhielt und sie mit der Mannschaft teilte, da glaubte nicht nur einer, ich mache Witze.»

Auch Chaosrennen gehören zum Geschäft

Auch in der Sache ist der Vorgang ärgerlich. Lingg: «Ein Fehler, den man hätte vermeiden können. Chaosrennen hin und her, auch die gehören zum Geschäft und Manuel wurde für ein kurzes, aber perfektes Rennen bestraft. Es ist nicht perfekt gelaufen, aber in Wahrheit ist es auch keine riesige Sache.»

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Teamchef Jürgen Lingg berichtete dagegen auch von Offenheit und Einsicht bei den Verantwortlichen. «Fehler können passieren, und das wird sich nie ausschließen lassen. Was ich bei aller Enttäuschung gut fand – der neue Renndirektor Graham Webber war sehr transparent und hat sich auch für die Situation entschuldigt.»

Auch wenn Liqui Moly Intact GP nach den Siegen von David Almansa und Manuel Gonzalez in Moto3 und Moto2 anführt – nie zuvor schaffte das ein deutsches Team –, die Freude erhielt, als man schon nicht mehr damit rechnete, zumindest einen Dämpfer.

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