Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Paul di Resta ist in Brands Hatch eine Bank. Mit einer souveränen Vorstellung sicherte sich der Brite die Pole Position vor Tabellenführer Bruno Spengler. Dabei konnte den Force-India-Freitags-Tester auch ein böser Schnitzer in der Clearways-Kurve nicht stoppen, der ihm zwei Zehntel kostete. Doch in den beiden ersten Sektoren hatte er bereits 3/10 Vorsprung. Denn Di Resta hatte die neuesten Reifen, er war in allen Sessions am wenigsten auf der Strecke, was ihm in Q4, wo mit den Reifen von Q3 gefahren werden muss, zu Gute kam. "Ein tolles Qualifying, immer nur für eine schnelle Runde raus und es hat immer gereicht" freute sich der Vizemeister von 2008.
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Timo Scheider ist derzeit wieder die Audi-Speerspitze, der Rheinländer schaffte es als einziger Audi in Q4. Die Mercedes-Dominanz beeindruckt ihn schon, doch seine Kampfansage ist eindeutig: "So schnell geben wir nicht auf!" Ralf Schumacher vergab mit einem leichten Quersteher eine bessere Platzierung. In Q3 schaffte Schumacher noch die Überraschung, als der 5/1000 schneller als war als Gary Paffett und den Zandvoort-Sieger damit aus dem Rennen warf. Timo Scheider hielt als einziger Pilot der vier Ringe die Audi-Fahne hoch. Mattias Ekström schaffte es ebenso wenig ins Einzelzeitfahren wie Miguel Molina und Oliver Jarvis. Was zu finsteren Minen am Abt-Kommandostand führte. Auch Paffett war nicht gerade begeistert: "Ich bin schon etwas enttäuscht, aber es ist keine Katastrophe" übte er sich gegenüber den ARD-Kameras in Zweckoptimismus.
Auf der kurzen Strecke war bereits Q1 ein Krimi. Nicht an der Spitze, aber im Kampf darum, wer es noch in Q2 schafft. Die Protagonisten waren Katherine Legge, David Coulthard, Cong Fu Cheng, Markus Winkelhock, Susi Stoddart und Maro Engel. Mit ihren letzten Runden schafften Coulthard und Engel den Sprung in die zweite Session. Bitter für Legge: Nur 1/1000 fehlte ihr am Ende. Immerhin besiegte sie im Rosberg-internen Duell Markus Winkelhock., der extremes Übersteuern beklagte.
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Ins dritte Segment schaffte es dann nur noch einer der "Jahreswagen", Miguel Molina gab Rockenfeller und Prémat das Nachsehen, ebenso Martin Tomczyk, der bislang am ganzen Wochenende noch nicht überzeugen konnte. Für Green, Coulthard und Engel war ebenfalls Schluss. Für Coulthard ist es laut eigenem Bekunden der Tiefpunkt der Saison.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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