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Österreichisches Porsche-Team liebäugelt mit DTM

Razoon – more than racing ist bislang eine der Entdeckungen der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison und fuhr bislang zwei Siege ein. Das Porsche-Team aus Österreich liebäugelt dabei mit einem Aufstieg in die DTM.

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Für Razoon ist es die erste Saison im ADAC GT Masters – aber das Team ist schon seit Jahren in verschiedenen Rennserien mit dem KTM X-Bow unterwegs und seit 2021 in der ADAC GT4 Germany. Dort holte die Mannschaft insgesamt zwei Laufsiege sowie zwei Podiumsplatzierungen und startet aktuell mit zwei BMW M4 GT4 Evo und zwei Porsche 718 Cayman GT4 RS Clubsport – ein wichtiger Faktor für Teameigner Dominik Olbert: "Wir möchten breiter aufgestellt und nicht nur auf eine Marke fixiert sein. Aktuell haben wir mit KTM, Porsche und BMW drei Brands. Das bedeutet zwar anfangs mehr Aufwand, aber letztlich ein ganzheitlicheres Konzept für Ingenieure und Mechaniker."

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Der Einstieg in das ADAC GT Masters verlief dabei beeindruckend für die Mannschaft aus Eggersdorf. Beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring konnten Simon Birch und Leo Pichler beide Rennen für sich entscheiden. Dabei stellte die Razoon-Mannschaft einen Rekord auf: Noch nie erlebte ein Team einen besseren Einstand in der traditionsreichen GT3-Meisterschaft als der Porsche-Rennstall aus Österreich!

Die Entscheidung für einen Start im ADAC GT Masters fiel im Team bereits früh, denn Olbert verfolgt eine klare Strategie. "Wir kennen die ADAC-Plattform schon sehr gut und ich habe die Idee, DTM zu fahren. Mittlerweile bin ich auch schon recht ungeduldig und will darauf keinesfalls noch fünf Jahre warten. Wir geben richtig Gas", lacht der 40-jährige Teamchef. Dabei verfolgt er den Leitgedanken der Road-to-DTM innerhalb des eigenen Teams. "Die Idealvorstellung wäre, einen Athleten durch mehrere Serien von der GT4 ins ADAC GT Masters bis zur höchsten Serie zu begleiten."

Mit den aktuellen ADAC GT Masters-Piloten wäre der Anfang schon gemacht. Birch, dessen Vater früher als Rallye-Mechaniker arbeitete, begann mit acht Jahren im Kart, arbeitete sich schnell in den dänischen Tourenwagensport nach oben und debütierte bereits als 15-Jähriger im GT3-Auto. Mit 17 Jahren fuhr er erstmals für Razoon in der ADAC GT4 Germany und schloss die Saison mit einem Sieg und zwei Podiumsplatzierungen ab. Dazu fuhr er für das Team bereits in der GT2 European Series und der GT4 European Series. Eines seiner Ziele ist die Krone in der DTM. "Ich will der Beste sein und gebe alles dafür", sagt der 18-Jährige. "Ich möchte die großen Rennen und Meisterschaften gewinnen. Dazu zählen die DTM, die 24 Stunden von Le Mans, Daytona und viele mehr. Ich habe noch so viele Jahre im Motorsport, schließlich hat meine Karriere gerade erst begonnen."

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Teamkollege Pichler wurde hingegen eher zufällig zum Rennfahrer. Als 16-Jähriger begleitete er seinen Vater – damals Hobbyrennfahrer – zu kleinen Motorsportveranstaltungen und durfte sich selbst versuchen. Schon zu diesem Zeitpunkt kannte die Familie Pichler den heutigen Teamchef Olbert privat und so erhielt er die Chance in der KTM-Rookie-Challenge zu starten – mit Erfolg. Direkt an seinem ersten Wochenende gewann er ein Rennen und wurde Dritter, weitere Erfolge in verschiedenen Serien und schließlich der kometenhafte Aufstieg ins ADAC GT Masters folgten. Trotzdem bleibt der 23-Jährige gelassen. "Es bringt nichts, sich unrealistische Ziele zu setzen, die nicht zum Budget passen. Von 0 auf 120 in die DTM ist nicht möglich, sondern alles Schritt für Schritt", erläutert Pichler, der seine Saisonziele nach dem starken Auftakt aber nochmals nach oben korrigiert hat.

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Bevor sich Razoon - more than racing aber um ein DTM-Programm Gedanken macht, wartet am kommenden Wochenende eine weitere Premiere auf den Rennstall: In Misano debütiert das Team in der GT World Challenge Europe. Neben Simon Birch wird dabei Porsche-Vertragsfahrer Klaus Bachler den 911 GT3 R der Mannschaft pilotieren.

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