Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Gelingt René Rast der große Wurf? Der Audi-Pilot geht als erster Verfolger von Spitzenreiter Mattias Ekström in das DTM-Finale in Hockenheim. Zwei Rennen noch, 21 Punkte Rückstand: Der 30-Jährige könnte als erster Rookie nach Nicola Larini vor 24 Jahren auf Anhieb den Titel gewinnen.
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Rasts großer Trumpf: Er verspürt überhaupt keinen Druck. Denn: Egal, was in Hockenheim passiert – der Mindener hat die Erwartungen in dieser Saison bereits deutlich übertroffen. "Ich bin überhaupt nicht nervös, ich bin komplett tiefentspannt. Die Vorfreude überwiegt", sagte Rast SPEEDWEEK.com: "Denn ich habe schon mehr erreicht, als ich wollte. Alles, was jetzt noch kommt, ist ein Bonus." Rasts Plan für das Wochenende ist deshalb relativ simpel: Vollgas geben.
Denn den Druck hat eher Ekström, der mit 39 Jahren vor seinem dritten Titelgewinn steht. Der Schwede weiß, dass er nicht mehr viele Chancen bekommt. Und: "Er ist der alte Hase, von ihm erwartet jeder den Titel", so Rast. Möglicherweise ist genau das Rasts Vorteil. Denn auch einem Routinier wie Ekström unterlaufen Fehler. Rast glaubt: "Er hat mehr zu verlieren."
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Rasts Vorbereitung war so intensiv wie immer. Mit dem Team sprechen, Videos schauen, unzählige Daten wälzen, im Simulator sitzen. Eine Akribie, die ihn neben dem Können ohne Frage überhaupt erst in diese Situation gebracht hat. Er musste sich nach seinem Wechsel in die DTM zwar komplett umstellen, die Eingewöhnungszeit war bei ihm aber kürzer als bei vielen Rookie-Kollegen, die monatelang mit dem Tourenwagen zu kämpfen haben.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Rast dachte dann auch bereits nach dem zweiten Rennwochenende, dass in Richtung Titel etwas gehen könne. Rast ist zudem der beste Qualifyier im Feld, ein Pfund im Kampf um die beste Ausgangsposition. "Meine Schwäche war vielleicht, dass ich in der einen oder anderen Situation zu aggressiv war." Eine weitere Stärke: In der Regel lernt er recht schnell aus Fehlern.
Zwar rechnet oder spielt Rast die zahlreichen, möglichen Szenarien nicht durch. Er weiß aber, dass theoretisch alles möglich ist. Auch wenn es dafür an der einen oder anderen Stelle chaotisch werden muss. "Es wird nicht einfach. Aber wir haben es oft gesehen: Es gibt so viele Variablen, die Einfluss haben können wie technische Defekte. Deshalb sind die Chancen nicht groß, aber wir machen das Beste draus", sagte Rast.
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