Stefan Rupp wiederholt Vortagessieg im Audi A4 DTM
Im Audi A4 DTM aus dem Jahr 2007 hat Stefan Rupp den Vortagessieg in der DTM Classic auf dem Norisring wiederholt. Bei Gluthitze Materialschlacht am Dutzendteich.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Wenn bei mehr als 30°C Lufttemperatur der Asphalt auf dem 2,2 Kilometer kurzen Norisring flimmert, dann wird Mensch und Maschine alles abverlangt – das ist wie Fahrradfahren in der Sauna. Umso höher ist die Leistung der Amateurrennfahrer einzuordnen, die mit ihren museumsreifen Schätzen im Rahmen der DTM Classic in der fränkischen Metropole Nürnberg ins Rennen gingen. Das Podium von Rennen zwei der Tourenwagen Legenden war dabei ein Abziehbild des Vortags: Stefan Rupp gewann mit dem Audi A4 DTM aus der Saison 2007 auch den zweiten Heat souverän und mit einem deutlichen Vorsprung von 54,212 Sekunden auf Ronny Scheer im Ford Sierra RS500 (1990) von BWT Mücke Motorsport. Als Dritter konnte sich auch der Däne Kasper Aaskov mit seinem BMW M3 E30 (1991) gegen die Überrundung des weit überlegenen V8 Audi wehren.
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"Ich hatte auch heute eine Menge Spaß. Gerade in den beiden Kehren konnte ich mit dem E30 fantastische Driftwinkel fahren. Ich glaube, den Zuschauern hat es gefallen", sagte Aaskov, der das Feld von hinten aufrollen musste, nachdem das Team die Fahrerpaarung falsch angegeben hatte und DTM-Legende Harald Grohs nicht wie geplant im Rennen starten konnte. Aufgrund dessen wurde der BMW in der Startaufstellung ans Ende des Felds versetzt. "Von ganz hinten gestartet, habe ich mich bis nach vorne gekämpft. An Stefan und Ronny kam ich aber nicht heran. Die waren einfach zu schnell." Rennsieger Rupp stimmte mit einem Augenzwinkern zu: "Kasper hat normal immer Recht“, so der Landshuter. „Für mich war es heute ein Rennen ohne besondere Vorkommnisse. Ich war vorne ganz allein und hatte niemanden zum Spielen." Auch wenn er praktisch keine Konkurrenz hatte, muss man die Leistung des Privatiers im Audi A4 DTM von 2007 hoch loben. In seiner schnellsten Rennrunde verlor er auf Sheldon Van der Linde – im BMW M4 GT3 Sieger des Samstagsrennens der DTM – gerade einmal 4,052 Sekunden.
Auch Scheer musste das Rennen, wie bereits am Vortag, vom Ende des Feldes aufnehmen. Das Team BWT Mücke Motorsport hatte sich entschieden, Scheer auch den zweiten Heat fahren zu lassen. Stefan Mücke verzichtete auf seinen Einsatz. "Ich bin wieder gut nach vorne gekommen", sagte der Dresdener. "Allerdings musste ich immer die Temperatur im Auge behalten. Heute war es deutlich heißer als gestern. Und manchmal musste ich sogar etwas Gas rausnehmen, um den Motor nicht zu überhitzen." Die Norisring-Besucher waren hingegen Feuer und Flamme. Der Ford Sierra RS500 des Dresdeners erwies sich im Rennen als feuerspuckender Drache mit spektakulären Stichflammen aus dem Auspuff beim Anbremsen der Kurven.
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Die Hitze zollte von den in die Jahre gekommenen Fahrzeugen jedoch auch ihren Tribut. Wie bereits am Vortag rollte Ex-DTM-Star Altfrid Heger im bulligen Audi V8 DTM aus dem Jahr 1990 mit ausbleibendem Vortrieb in der Anfahrt zum Schöller S aus. Sein Rennen war nach 13 Runden vorzeitig beendet.
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Hinter dem Spitzentrio war Marc Hessel im BMW 320is E30 (1988) als Vierter nach 30-minütiger Renndistanz der bestplatzierte Zeitzeuge der ‚alten‘ DTM. Platz fünf belegte Yannik Dinger, der seinen BMW328i E36 mit Bio-Ethanol betreibt. Auf den weiteren Positionen reihten sich Josef Krings (Mercedes 190 E2.5-16 EVO I, 1989), Leif Christensen (Ford Sierra RS500 Cosworth, 1987), Ferdi Weischenberg (Mercedes 190 E2.5-16 EVO I, 1989), Gerd Grundmann (BMW M3 E30, 1987) und Max Becker (BMW M3 E30, 1989) ein.
Die DTM Classic ist in der Saison 2023 noch ein weiteres Mal am Start. Auf dem DEKRA Lausitzring stellen die Tourenwagen Legenden vom 18.-20. August wieder das Teilnehmerfeld für eine Zeitreise durch die lange und bewegende Historie der DTM.
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