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"Es geht schon mit dem Auftreten der Fahrer los", sagt Franz Zorn, der seit Jahren ein Aushängeschild ist, was die Optik von sich und seiner Maschine anbetrifft. "Man muss nicht Mechaniker gelernt haben, um an seinem Motorrad mal ein bisschen Hand anzulegen. In Österreich oder in Deutschland bekommen wir keine Unterstützung vom Verband, deshalb sind wir auf Sponsoren angewiesen. Und die wollen sich gut präsentiert sehen. In Russland werden die Fahrer ganz anders gefördert, die müssen auf das Drumherum nicht so schauen."
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Wenn man weder Geld von Sponsoren noch vom Verband bekommt, kann man den Sport nicht professionell ausüben. "Also muss sich jeder um sein Zeug selbst kümmern", meint Zorn. "Ich lege sehr grossen Wert darauf, dass meine Bikes perfekt sind. Bauer macht das genauso. Viele andere Fahrer leider nicht." "Max Niedermaier ist ein Riesentalent", sagt Zorn. "Wenn ich aber sehe, dass er sein Motorrad fünf Minuten vor Saisonbeginn aus dem Stall holt, so wie er es reingestellt hat, muss er sich nicht wundern, dass es nicht funktioniert. So geht es nicht, diese Zeiten sind vorbei."
"Die russischen Fahrer gehen den Sport sehr professionell an", stellt Zorn fest. "Dazu haben sie die perfekten Möglichkeiten. Wenn einer was testen will, hat er eine Bahn vor der Haustüre. Das Eis liegt da, das Fahrerlager ist geheizt. So können die Russen Motor um Motor und Federbein um Federbein testen. Möglichkeiten ohne Ende. Der Verband arbeitet ebenfalls sehr professionell. Die kleinen Jungs werden über Motocross zum Junioren-Eisspeedway gebracht. Wenn da nichts mehr rauskommt, dann weiss ich auch nicht. Von 100 Fahrern wird nicht jeder ein Star, aber viele schaffen es bis nach oben."
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Zorn hat über die Jahre auch gelernt, dass die Russen nicht zurückstecken: "Sie fahren skrupellos. Ich habe aber keine Angst vor ihnen. Weltmeister Krasnikov habe ich geschlagen, alle anderen ebenfalls. Nur kann man solche Tage nicht erzwingen. Die müssen von alleine kommen."
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