Ex-Teamchef Günther Steiner über Adrian Newey: «Hätte das nie tun sollen»
Adrian Newey hat mit dem Aston Martin Team ein neues Kapitel aufgeschlagen. Das Design-Genie hat auch die Teamchef-Rolle im Rennstall aus Silverstone übernommen. Ein Fehler, findet Günther Steiner.
Nach fast zwei Jahrzehnten verliess Adrian Newey Anfang 2025 das Red Bull Racing Team, um sich bei Aston Martin einer neuen Herausforderung zu stellen. Der Ingenieur, der als einer der grössten Formel-1-Konstrukteure in der Geschichte des Sports angesehen wird und unter dessen Führung schon etliche Weltmeister-Autos entstanden sind, stieg als Team-Partner bei den Grünen ein und übernahm die technische Leitung.
Wenige Monate nach seinem Arbeitsbeginn im Formel-1-Werk in Silverstone wurde er zudem mit den Aufgaben des Teamchefs betraut, womit er die Nachfolge von Andy Cowell antrat, der seinerseits die Aufgaben des Chef-Strategen übernahm. Nicht alle konnten diese Entscheidung nachvollziehen, und auch der frühere Haas-Teamchef Günther Steiner ist sich sicher, dass sich Newey damit keinen Gefallen getan hat.
Der Südtiroler erklärte im «Drive to Wynn»-Podcast auf die entsprechende Frage: «Nein, das hätte er nie tun sollen. Und ich denke, wenn man Adrian fragen würde, dann würde er sagen, 'ich weiss auch nicht, warum ich das getan oder dem zugestimmt habe.' Ich weiss nicht, wie das vonstatten gegangen ist, ob er Teamchef werden wollte oder nicht.»
Neweys Stärken liegen woanders
«Es ist sonnenklar, dass dies nicht der Bereich ist, in dem seine Stärken liegen. Er ist sehr gut in dem, was er macht, nämlich Rennautos zu entwerfen. Natürlich trifft das derzeit nicht auf den Aston Martin zu, aber er wird das in den Griff bekommen», fuhr Steiner fort.
«Vielleicht dachte er, er müsse Teamchef sein, ohne zu wissen, was ein Teamchef eigentlich ist oder was es bedeutet, Teamchef zu sein, und das hat nicht lange funktioniert. Das zeigt wieder einmal, dass man Menschen immer dort einsetzen sollte, wo auch ihre Stärken liegen, und sie sollten niemals über ihre Fähigkeiten hinaus befördert werden», ergänzte der 61-Jährige.
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