6h Fuji: Porsche kann schon Weltmeister werden
Nach dem dritten Sieg in Folge bei den 24 Stunden von Le Mans könnten in Fuji nun die jeweils dritten Fahrer- und Marken-WM-Titel eingefahren werden. Porsche tritt erwartungsgemäß mit dem Hi-Downforce-Kit in Japan an.
In den letzten Tagen kehrte in der FIA WEC etwas Ruhe ein. Doch damit ist es nun vorbei. An diesem Wochenende (13. bis 15- Oktober) steigt im japanischen Fuji der siebte von neun Saisonläufen.
Die Rechnung ist hier ganz einfach: Bei jedem Event gibt es maximal 44 Punkte zu gewinnen (25 für den Sieg, 18 für Platz zwei und einen für die Pole-Position). Sollte Porsche also mit mehr als 88 Punkten Vorsprung aus Fuji zu den zwei verbleibenden Rennen (Shanghai und Bahrain) abreisen, so wäre der Titel in der Tasche. Bei einem theoretischen Porsche-Doppelsieg (inklusive Pole-Position) und den Plätzen drei und vier für Toyota würden die Weissacher 17 Punkte mehr einfachen. Somit stiege der Vorsprung in der Tabelle auf 90,5 Punkte an und die dritte Marken-WM in Folge wäre erreicht.
Noch besser sieht es für Porsche in der Fahrer-WM aus. Dort führen Timo Bernhard, Earl Bamber und Brendon Hartley die Tabelle mit 51 Punkten Vorsprung gegenüber dem Toyota-Duo Sébastien Buemi/Kazuki Nakajima an. 26 Punkte gibt es pro Veranstaltung zu gewinnen. Das Porsche-Trio müsste also mehr als 52 Punkte zu den beiden letzten Saisonrennen mitnehmen, um vorzeitig jubeln zu können. Das bedeutet, dass bei einem normalen Rennverlauf (bei welchem die LMP1 vor den ebenfalls punktberechtigten LMP2 liegen) Bamber/Hartley/Bernhard einfach nur vor den Toyota-Rivalen ins Ziel kommen müssten. "Wir sind auf Kurs, unsere beiden WM-Titel 2017 erneut zu verteidigen und sollten besonnen bleiben. Wir haben in der bisherigen Karriere des Porsche 919 Hybrid immerhin 59 von 64 möglichen Zielankünften erreicht. Die Distanz zu bewältigen, ist immer die Basis", ist Porsche-LMP1-Leiter Fritz Enzinger optimistisch.
Porsche wird in Japan erwartungsgemäß mit den Hi-Downforce-Kit antreten. "Hinsichtlich der Aerodynamik-Konfiguration stellt der Fuji Speedway widersprüchliche Anforderungen an einen Rennwagen. 1,5 der 4,5 Kilometer langen Runde geht es schnurgeradeaus, da ist minimaler Luftwiderstand gefragt. In den 16 Kurven wird dagegen Anpressdruck verlangt. Nach ausgiebiger Datenanalyse und Simulation werden wir uns auf unser High-Downforce-Paket konzentrieren und dieses innerhalb der vorgegebenen Möglichkeiten auf mittleren Abtrieb trimmen", bestätigt Teamchef Andreas Seidel.
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