2. Training Singapur: Ferrari vorn, Verstappen nur 8.
Zweites Training zum Grossen Preis von Singapur auf dem Marina Bay Circuit: Carlos Sainz und Charles Leclerc lassen die Ferrari-Fans träumen, Weltmeister Max Verstappen tut sich derzeit schwer.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Wie bei anderen Nachtrennen kommt dem ersten Freitagtraining weniger grosse Bedeutung zu: Die Piste hat bei Tageslicht viel Wärme gespeichert, das geht auf die Reifen, die Verhältnisse sind nicht repräsentativ.
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Training 2 hingegen findet in Singapur um 21.00 Uhr Lokalzeit statt, zur gleichen Zeit also wie die Qualifikation am Samstag, und bei Rennstart am Sonntag um 20.00 Uhr sind die Verhältnisse im zweiten Training auch vergleichbar mit jenen im Grand Prix. Die Piloten gingen bei 30 Grad Lufttemperatur auf die Strecke, die noch 37 Grad warm war (im ersten Training noch mehr als 44 Grad), Luftfeuchtigkeit 74 Prozent.
Für die Fahrer galt: Fehler verboten. Aston Martin-Star Fernando Alonso hat das so erklärt: "Es dreht sich auf einer Strecke alles ums Vertrauen, so wie auch in Monaco. Du musst einen Rhythmus finden und dich von Training zu Training steigern, um dann in der Quali die Leistung auf den Punkt zu bringen. Ein Unfall macht nicht nur deiner Mannschaft viel Arbeit, sie bringt dich auch aus dem Tritt." Die umgebaute Singapur-Strecke ist nach Umbauten rund zehn Sekunden schneller als in den Jahren zuvor, und die Ferrari-Fahrer Carlos Sainz und Charles Leclerc machten in Training 2 weiter, wo sie in Training 1 aufgehört hatten – mit tollen Rundenzeiten. Einmal mehr zu sehen, wie sich Fahrer Raum schafften, um eine schnelle Runde ohne lästige Turbulenzen des Vordermannes zu fahren. Max Verstappen musste sich durch den Verkehr schlängeln, die Runde beim Teufel. Langsame und schnelle Autos, das wird in der Quali ein grosses Thema sein. Wieder einmal. Stand nach 15 Minuten: Sainz, Alonso, Leclerc, Pérez, Hamilton und Verstappen, alle auf mittelharten Reifen von Pirelli. Williams-Fahrer Alex Albon berichtete am Funk von einem Leistungsverlust, er brachte sein Auto zurück an die Box. Der Thai-Brite musste aussteigen, Training zu Ende. Aston Martin-Pilot Lance Stroll küsste mit dem rechten Hinterrad die Mauer, am Ausgang von Kurve 13, der Kanadier hatte viel Glück, dass sein Wagen unversehrt bleibt. Der Monegasse Charles Leclerc verbremste sich mit rauchendem Reifen, doch er konnte einen Mauerkuss vermeiden. Max Verstappen versemmelte Kurve 13 und behielt bei einem gewaltigen Quersteher sein Auto unter Kontrolle. Der Niederländer schimpfte am Funk über die mangelnde Fahrzeugbalance. Nach 25 Minuten liessen sich die Ferrari-Fahrer Leclerc und Sainz weiche Pirelli-Walzen geben, die theoretisch eine halbe Sekunde pro Runde schneller sein sollten als die mittelharten Reifen. Ergebnis: Der Madrilene Sainz mit 1:32,120 min 18 Tausendstelsekunden schneller als der Monegasse Leclerc. Da konnte Fernando Alonso im Aston Martin nicht mithalten: eine halbe Sekunde langsamer, knapp vor Lando Norris im McLaren. Dann rückte Hamilton auf Rang 3 vor Alonso. Kevin Magnussen schlug links hinten an einer Mauer an, Williams-Fahrer Logan Sargeant konnte von Glück reden, seinen querschlagenden Wagen noch abfangen zu können. Auch Weltmeister Max Verstappen liess sich nun weiche Walzen geben. Würde der Niederländer eine Antwort haben auf die tollen Rundenzeiten von Ferrari? Aber erneut musste sich der Niederländer durch den Verkehr kämpfen, nur Platz 6. Reihenfolge nach den Einsätzen mit weichen Pirelli: Sainz, Leclerc, Alonso, Hamilton, Norris, Russell, Verstappen. Vorjahres-Sieger Sergio Pérez hatte ein wenig länger gewartet mit dem Lauf auf weichen Reifen – aber nur Platz 8 für den Mexikaner. "Checo" schimpfte darüber, dass das Heck seines Autos zu lebhaft sei. "Bei jedem Anbremsen einer Kurve habe ich den Eindruck, dass ich das Auto wegschmeisse." Sergio Pérez machte einen zweiten Lauf auf weichen Reifen und rückte vor Verstappen, der Mexikaner mit einer störungsfreien Runde, aber schnell ist anders. George Russell rückte im Mercedes auf Rang 3 vor, Lewis Hamilton und Lance Stroll, aber auch Russell waren danach kurz neben der Bahn, ohne jedoch den Wagen in die Mauer zu setzen. Eindruck aus Singapur: Ferrari ist auf eine Runde sauschnell, Red Bull Racing muss nachlegen. Da könnte ein fabelhaft spannendes Qualifying auf uns zukommen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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01. Carlos Sainz (E), Ferrari, 1:32,120 min 02. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +0,018 sec 03. George Russell (GB), Mercedes, +0,235 04. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +0,358 05. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +0,465 06. Lando Norris (GB), McLaren, +0,591 07. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +0,692 08. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +0,732 09. Kevin Magnussen (DK), Haas, +0,897 10. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +0,985 11. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1,019 12. Liam Lawson (NZ), AlphaTauri, +1,165 13. Esteban Ocon (F), Alpine, +1,241 14. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1,270 15. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +1,341 16. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +1,357 17. Guanyu Zhou (RCH), Alfa Romeo, +1,455 18. Pierre Gasly (F), Alpine, +1,704 19. Logan Sargeant (USA), Williams, +2,207 20. Alex Albon (T), Williams, +3,438
1. Training, Singapur 01. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:33,350 min 02. Carlos Sainz (E), Ferrari, +0,078 sec 03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +0,126 04. Lando Norris (GB), McLaren, +0,172 05. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +0,190 06. George Russell (GB), Mercedes, +0,345 07. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, +0,375 08. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +0,624 09. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri, +0,692 10. Esteban Ocon (F), Alpine, +0,716 11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1,218 12. Pierre Gasly (F), Alpine, +1,289 13. Alex Albon (T), Williams, +1,307 14. Valtteri Bottas (FIN), Alfa Romeo, +1,452 15. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1,537 16. Liam Lawson (NZ), AlphaTauri, +1,544 17. Nico Hülkenberg (D), Haas, +1,635 18. Guanyu Zhou (RCH), Alfa Romeo, +2,106 19. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +2,124 20. Logan Sargeant (USA), Williams, +2,428
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