5 Mal Punkte in 24 WM-Runden: Warum Gabriel Bortoleto dennoch glücklich ist
Gabriel Bortoleto hat seine Rookie-Saison auf dem 19. WM-Rang abgeschlossen. Die meisten anderen Neulinge im Feld schnitten besser ab. Der Brasilianer erklärt, warum er dennoch zufrieden ist.
An der Seite von Nico Hülkenberg hat Gabriel Bortoleto im vergangenen Jahr seine erste Formel-1-Saison bestritten. Im GP-Renner des Sauber-Teams, das ab diesem Jahr als Audi-Werksteam in der Königsklasse antreten wird, schaffte er es nur fünf Mal in 24 Rennwochenenden in die Punkte. Der Vergleich mit den anderen Neulingen im Feld zeigt ein klares Bild.
Der stärkste Formel-1-Rookie im vergangenen Jahr war Mercedes-Nachwuchshoffnung Kimi Antonelli. Er sammelte 150 WM-Zähler und belegte den siebten Gesamtrang. Isack Hadjar schaffte es im Racing Bulls-Renner mit 51 Punkten auf WM-Rang 12, gleich hinter ihm reihte sich Haas-Pilot und Ferrari-Nachwuchsstar Oliver Bearman mit 41 WM-Zählern ein.
Sie alle schnitten deutlich besser ab als Bortoleto, der 19 Punkte sammelte und damit vor dem Alpine-Rookie-Duo Franco Colapinto (18 Einsätze, WM-Rang 20) und Jack Doohan (sechs Einsätze, WM-Letzter) landete. Dennoch blickt der Rennfahrer aus São Paulo zufrieden auf sein erstes Formel-1-Jahr zurück. Nicht nur, weil er im teaminternen Qualifying-Duell gegen seinen deutlich erfahreneren Teamkollegen einen Achtungserfolg einfahren konnte.
Auch weil er angesichts der Performance seines Dienstwagens gar nicht so schlecht abgeschnitten hat, wie er gegenüber «F1.com» betont: «Ich denke, ich habe viel erreicht. Denn unser Auto war zum Start der Saison überhaupt nicht in seinem Arbeitsfenster, es war ganz klar nicht stark genug, um damit Punkte zu holen.»
Gleichzeitig räumt der 21-Jährige selbstkritisch ein: «Im ersten Rennen des Jahres sind viele rausgeflogen und als Rookie habe ich die Chance, die sich dadurch ergab, nicht wirklich genutzt.» Im gleichen Atemzug stellt er aber auch klar: «Aber wir wussten damals, dass unser Tempo bis zum Barcelona-Wochenende nicht reichte, um es aus eigener Kraft in die Punkte zu schaffen.»
«Im Sommer waren wir dann stark unterwegs und konnten gute Punkte für das Team einfahren. Und ich hatte das Gefühl, sehr gute Leistungen zu zeigen. Danach haben wir die Weiterentwicklung eingestellt, um uns auf die anstehende Saison zu konzentrieren. Einige Gegner haben weiterentwickelt und wir sind dadurch etwas ins Hintertreffen gelandet.»
Der GP-Star, der in diesem Jahr zusammen mit Audi ein neues Kapitel aufschlägt, weiss aber auch: «Manchmal ist man durch das Fahrzeug beschränkt, was die eigenen Chancen angeht. Und manchmal macht man einen super Job, der sich aber nicht auszahlt. Das Wichtige ist aber, dass mein Team weiss, was ich mache und wie hart ich arbeite.»
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