Arvid Lindblad (Racing Bulls): «War eine gewisse Zeit lang lustig...»
Arvid Lindblad fährt zwar Formel 1, hat aber keinen Führerschein für die Straße. Der Brite nimmt jetzt Fahrstunden: «Es war eine gewisse Zeit lang lustig, aber jetzt wird es langsam etwas blöd.»
Auf der Rennstrecke gibt er bei Geschwindigkeiten von weit über 300 km/h Gas, misst sich mit den Besten und Schnellsten der Welt. Doch auf ganz normalen Straßen darf Racing Bulls-Rookie Arvid Lindblad noch gar nicht fahren! Der Engländer hat nämlich noch keinen Führerschein. Das soll sich jetzt aber ändern.
Während der Rennpause zwischen Silverstone und jetzt am Wochenende Spa war der gebürtige Londoner beim Cricket-Spiel zwischen England und Indien vor Ort, stattete dort den Kollegen von Sky einen Besuch ab. Den Sender kennt Lindblad natürlich aus der Formel 1 bestens. Dabei verriet er: Lindblad nimmt Fahrstunden, hat die theoretische Führerscheinprüfung sogar schon bestanden.
Vollgas in der F1 – Beifahrer auf der Straße
Der Brite ist zwar schon 18 Jahre alt, wird in wenigen Tagen (am 8. August) 19 Jahre alt. Doch er hat noch keinen Straßenführerschein. Das ist für Formel-1-Fahrer zwar kurios, aber gar nicht mal unüblich – oft sind die Youngster so mit ihrer Motorsportkarriere beschäftigt und den nötigen «Führerscheinen» dort (für die Formel 1 braucht es eine sogenannte Super-Lizenz, für die man Punkte in Trainings und Nachwuchsserien sammelt), dass Straßenautos erst mal hintenüberfallen.
Lindblad sagte bei seinem Cricket-Besuch bei Sky: «Es ist ein bisschen traurig, dass ich keinen Führerschein habe. Es war eine gewisse Zeit lang lustig, aber jetzt wird es langsam etwas blöd. Also arbeite ich daran.» Und er verriet – das war am Dienstag: «Ich habe gestern meine erste Fahrstunde gehabt. Ich muss das langsam mal über die Bühne bringen.»
Im Berufsleben stört das Fehlen des Führerscheins nicht so sehr: Auf den Rennstrecken der Welt darf Lindblad sowieso fahren. Hier gelten andere Regeln. Und zur Strecke hin werden Teams und Fahrer meist ohnehin gefahren und sind nicht selbst am Steuer. Lindblad packte aber nun doch der Ehrgeiz, endlich den Straßen-Führerschein zu machen.
Zum Sportlichen: Dort läuft es derzeit richtig gut bei Lindblad und seinen Racing Bulls, dem Juniorteam von Red Bull. Lindblad steht in der WM-Wertung mit 20 Punkten auf Platz 11, sein routinierterer Teamkollege Liam Lawson mit 39 Punkten auf Platz 10. Lindblad fuhr in Silverstone bei seinem Heim-GP auf Platz 7, egalisierte damit seine bisherige F1-Bestmarke aus Monaco und sammelte weitere wertvolle Punkte. Sein Team steht auf Platz 6 des Klassements.
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