Toto Wolff (Mercedes) warnt: «Das können wir uns nicht leisten»
Mercedes-Teamchef Toto Wolff stellt vor dem Formel-1-GP in Spa/Belgien klar: «In letzter Zeit haben wir zu viel liegen lassen. Das darf ab diesem Wochenende nicht mehr passieren.»
Zu Beginn der Saison wirkte es, als hätte Mercedes einen riesigen Vorsprung und die beiden Weltmeisterschaften (Fahrer und Konstrukteur) schon nahezu sicher. Doch Rennen für Rennen wird immer deutlicher: Ganz so einfach ist die Rechnung für 2026 nicht. Mercedes hat zwar ein starkes Paket aus Chassis und Motor – aber auch mit enormen Verlässlichkeitsproblemen zu kämpfen. George Russell fiel in Kanada in Führung liegend aus, Kimi Antonelli erwischte es in Barcelona. Das kostete Punkte.
Mercedes-Teamchef Toto Wolff, dem auch Anteile am Rennstall gehören, sagt vor dem Rennen in Belgien: «Die letzten Rennen haben gezeigt, wo unsere Stärken liegen und in welchen Bereichen wir uns noch verbessern müssen. Wir haben ein Auto, mit dem wir an der Spitze mitkämpfen und viele Punkte holen können. Dieses Potenzial haben wir jedoch nicht in die bestmöglichen Ergebnisse ummünzen können.»
Im WM-Klassement liegt zwar jeweils Mercedes vorn. Der Vorsprung von 78 Zählern in der Konstrukteurs-Wertung auf Ferrari ist solide. Schaut man jedoch auf die Fahrerwertung, wird klar: Ferrari hat sich erfolgreich herangepirscht. Lewis Hamilton (Ferrari) liegt nur sieben Punkte hinter Mercedes-Werkspilot George Russell.
Wolff: Pace nützt nichts
Der Österreicher Wolff mahnt daher: «Zuverlässigkeitsprobleme haben uns Punkte gekostet, und das können wir uns in einer so hart umkämpften Weltmeisterschaft nicht leisten. Es nützt nichts, die Pace zu haben, wenn wir keine zählbaren Ergebnisse erzielen.» Ein überarbeiteter Motor, den das Team Ende Juni mit nach Österreich brachte, sollte hier erste Abhilfe schaffen.
Wolff: «Spa ist eine der größten Herausforderungen im Rennkalender. Wie in Silverstone wird das Energiemanagement eine wichtige Rolle spielen, doch die Eigenschaften der Strecke stellen andere Anforderungen. In der Regel gibt es hier spannende Rennen und echte Überholmöglichkeiten, während das Qualifying nach wie vor eine große Herausforderung darstellt.» Vor allem in Bezug aufs Energiemanagement.
Mercedes hat zu viel liegen lassen
Wolff: «Der letzte Double-Header vor der Sommerpause beginnt und wir wollen mit einem besseren Ergebnis in die Pause gehen. Unser Ziel ist es, ein sauberes Wochenende abzuliefern, die nötige Zuverlässigkeit zu gewährleisten und die vorhandene Performance des Autos in Punkte umzuwandeln. In letzter Zeit haben wir zu viel liegen lassen. Das darf ab diesem Wochenende nicht mehr passieren.» Nach Belgien geht es nach Ungarn – und dann in die Sommerferien.
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