McLaren rüstet in Spa nach: Motoren-Update endlich da! Neuer Heckflügel!
In Belgien wird McLaren endlich den neuen Mercedes-Motor dabei haben. Die Briten bringen außerdem einen neuen Heckflügel mit. McLaren bremst aber betont die Erwartungen, was die Performance angeht.
Bringen diese zwei Neuerungen die Wende bei McLaren? Vor dem Rennen in Spa kündigt das englische Team an: In Belgien hat Papaya auch endlich den neuen Mercedes-Motor im Heck. Und ein komplett neuer Heckflügel ist ebenfalls im Reisegepäck für Spa-Francorchamps.
McLaren jetzt auch mit neuem Mercedes-Motor
Auf den generalüberholten Antrieb musste McLaren vergleichsweise lange warten: In Spielberg Ende Juni fuhr das Mercedes-Werksteam erstmals mit dem neuen Verbrennermotor. In Silverstone vor zwei Wochen hatten dann auch die beiden anderen Kundenteams Williams und Alpine das neue Modell dabei. In Belgien endlich auch McLaren. Die neue Verbrennereinheit hat eine neue Spezifikation und soll zuverlässiger sein. Der Mercedes-Motor besticht in dieser Saison zwar mit Leistung – fällt aber oft aus. In China konnten beispielsweise beide (!) McLaren nicht ins Rennen starten. Beim Werksteam schieden z.B. Kimi Antonelli in Barcelona und George Russell in Montreal mit Verlässlichkeitsproblemen aus.
Neue Teile – trotzdem kein einfaches Spa
McLarens Neil Houldey, Technischer Direktor im Bereich Angewandtes Ingenieurswesen bei den Engländern, sagt: «Wir kommen mit einem neuen Heckflügel nach Spa. Ein Upgrade, das wir im Rahmen des Entwicklungsplans für das Auto bereits in der Pipeline hatten. Wir sind zuversichtlich, dass dieses Update unserem Auto etwas mehr Leistung verleihen wird, sind uns aber voll und ganz bewusst, dass nach einem schwierigen Großen Preis von Großbritannien, vor allem was die reine Leistung angeht, auch dieses Rennen nicht ganz einfach werden wird. Daher erwarten wir keine großen Veränderungen hinsichtlich unserer Wettbewerbsfähigkeit.» Der große Zauber wird durch den neuen Flügel also wohl nicht kommen. Ob es sich bei dem neuen Flügel auch um einen drehbaren Heckflügel handelt, wie wir ihn in der Saison erstmals bei Ferrari gesehen haben, ist unklar.
Auf dem langen, bergigen und schnellen Kurs durch die belgischen Ardennen kommt es vor allem auf die Motorleistung und das mit den neuen Boliden komplizierte Energiemanagement an. Houldey prognostiziert: «Belgien wird aus Sicht des Energiemanagements eine unglaubliche Herausforderung sein. Es ist eine der Strecken im Kalender, auf denen der Energieverbrauch am höchsten ist. Wir rechnen mit einer erheblichen Anzahl von Super-Clips, was sowohl das Auto als auch die Fahrer auf die Probe stellen wird.» Gemeint ist das Aufladen der Batterie.
Dazu ist Spa wie jedes Jahr unberechenbar, was den Blick in den Himmel betrifft: Die Wettervorhersage ist unklar. Spa-Francorchamps ist berüchtigt für Dauerregen und unterschiedliche Bedingungen über den Kurs von knapp 7 Kilometern hinweg. Houldey: «Auch wenn nasses Wetter seine eigenen Schwierigkeiten mit sich bringt, sehen wir darin eine wertvolle Gelegenheit, dieses Auto endlich unter nassen Bedingungen zu fahren und sein Verhalten bei geringer Bodenhaftung zu verstehen, was entscheidende Daten für den Rest der Saison liefern könnte.»
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