Charles Leclerc (Ferrari/2.) wundert sich: «Das kam anders als erwartet»
Charles Leclerc hat im ereignisarmen Sprint von Zandvoort den zweiten Rang hinter George Russell erobert. Der Ferrari-Fahrer ist nach seiner guten Fahrt happy: «Aber das lief anders als erwartet.»
Nur George Russell steht im Zandvoort-Sprint dem Monegassen Charles Leclerc vor der Sonne: Rang 2 für den Ferrari-Fahrer, 1,3 sec hinter dem Sieger. Leclerc zeigt das beste Manöver des Rennens, als er sich P2 von Lando Norris krallt, mit einem atemberaubenden Angriff vor der Tarzan-Kurve.
Leclerc war das Risiko eingegangen, das 24-Runden-Rennen mit weichen Reifen in Angriff zu nehmen (nur Haas-Fahrer Bearman tat es ihm gleich), das half dem neunfachen GP-Sieger, sich auf Norris zu werfen.
Der 28-Jährige Leclerc stuft seine Leistung wie folgt ein: «Wir hatten am Freitag gute Arbeit geleistet, und ich war überzeugt davon, dass ich einen guten Sprint zeigen kann.»
«Wenn dann aber auf der Startaufstellung die Heizdecken von den Walzen kommen und du bist der einzige Spitzenfahrer auf weichen Reifen, dann stellst du dir natürlich schon die Frage – entweder ist das jetzt total richtig oder total daneben. Wie sich herausstellte, war unsere Wahl in Ordnung, ich bin mit den Reifen gut zurechtgekommen.»
«Was die Attacke auf Norris angeht: Ich konnte ihn rundenlang beobachten und sehen, dass er am Ede der Start/Ziel-Geraden nicht mehr so viel elektrischen Saft hat. Also nahm ich mir vor, ihn dort zu überfallen.»
«Aber einfach war es nicht, denn ich konnte auch erkennen, dass er ungefähr am gleichen Punkt die Tarzan-Kurve anbremst wie ich. Also musste ich da mein Herz in beide Hände nehmen für den Angriff. Zum Glück ist das gut gegangen.»
«Der Rennverlauf hat mich überrascht. Denn ich glaubte, dass ich es dank der weichen Reifen am Start schaffe, einen Rang gutzumachen, aber mein Start war leider nicht berauschend, also wurde daraus nichts.»
«Auf dem Papier sollten dann die weichen Reifen eher abbauen als die mittelharten meiner Gegner, aber meine Walzen haben gut gehalten.»
«Was das Fahrverhalten angeht, so lag der Ferrari so gut wie am Freitag, da habe ich wirklich nichts zu monieren. Und das macht auch Mumm fürs GP-Qualifying.»
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