Johann Zarco testet Honda Fireblade: So reagiert sein verletztes Knie
MotoGP-Routinier Johann Zarco saß unmittelbar vor der Ankündigung seines Comebacks in Aragon erstmals seit seiner Verletzung auf einem Superbike und verriet, wie sein Knie auf die Belastung reagierte.
LCR-Honda-Ass Johann Zarco hat in dieser Woche
Zur Erinnerung: Der 36-Jährige hatte sich Mitte Mai beim Start zum MotoGP-Rennen in Barcelona nach einer Kollision mit dem Motorrad von Pecco Bagnaia eine schwere Verletzung am linken Knie zugezogen. Zuletzt wurde Zarco bei LCR-Honda von Cal Crutchlow (40) vertreten.
Stresstest: Zarco auf der 1000er in Südfrankreich
Nahezu zeitgleich mit der Ankündigung seines Comebacks absolvierte Zarco einen privaten Test mit einer Honda Fireblade. Schauplatz war die Rennstrecke des «Pôle Mécanique Alès Cévennes» in der Nähe von Nîmes in Südfrankreich. Die Betreiber der Strecke arbeiten bereits seit Jahren mit dem zweifachen Moto2-Weltmeister zusammen, sodass Zarco unter Ausschluss der Öffentlichkeit testen konnte.
«Es war etwas ganz anderes als zuletzt mit dem Supermoto-Bike, auf dem man eine angenehmere Sitzposition hat. Aber genau dafür war dieser Test gedacht», schilderte Zarco. «Ich trainiere jetzt schon wieder seit zwei Monaten. Es waren zwei Tage mit wirklich privaten Tests.»
Auch mit seiner Geschwindigkeit zeigte sich der Honda-Pilot zufrieden: «Die Rundenzeiten waren ebenfalls in Ordnung. Es war wichtig zu sehen, wie ich mich in der Rennposition auf dem Motorrad fühle.»
Stöße beim Fahren verursachen Schmerzen
Vor allem die extreme Körperhaltung auf einem Superbike stellte für Zarco einen wichtigen Belastungstest dar. «Der Körper passt sich schnell an, aber er vergisst dennoch diese stark gebeugte Haltung», erklärte der Franzose. «Die Beschwerden im Knie waren erträglich. Was die Position betrifft, stört es mich auch nicht weiter. Die Schmerzen kommen eigentlich genau dann, wenn ich kleine Stöße abbekomme, ins Rutschen gerate und versuche, solche Momente abzufangen. All diese kleinen Stöße verursachen die Schmerzen.»
Trotzdem zog Zarco nach den beiden Testtagen ein positives Fazit. «Die Reha läuft ziemlich gut, und es tut wahnsinnig gut, wieder auf der Strecke zu sein – vor allem in Alès, wo ich mich gut zurechtfinde. Mit der CBR kann man sich auf einer so engen Strecke wie Alès auch kaum ausruhen. Das hilft wirklich dabei, herauszufinden, wo man steht. Und ich sehe, dass es ziemlich gut läuft.»
Die Nachbereitung bleibt für Zarco dennoch ein wichtiger Bestandteil seines Comeback-Programms: «Ich achte auch immer genau darauf, das Knie zu kühlen.»
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