Charles Leclerc/Ferrari: 55 Tausendstel fehlten auf Pole, starkes Eigenlob
Gemischte Gefühle bei Ferrari: Leclerc wird den Sprint als Dritter in Angriff nehmen, hinter Russell/Norris, Hamilton ist nur Siebter. Timo Glock: «Ferrari hat mit Charles die Richtung gefunden.»
Die Sprint-Quali ist bei Ferrari – dem erfolgreichsten Rennstall auf der Zandvoort-Rennstrecke – nur zur Hälfte gelungen: Der neunfache GP-Sieger Charles Leclerc wird das kurze Rennen vom 21. August vom dritten Startplatz aus beginnen, nur 55 Tausendstel hinter Leader Russell, Lewis Hamilton hingegen muss sich mit P7 begnügen.
Timo Glock, als F1-Experte unserer Kollegen von Sky in den Niederlanden: «Schaut ganz so aus, als hätte Ferrari die Abstimmung bei Leclerc auf die Reihe bekommen, bei Hamilton hingegen noch nicht.»
Der Deutsche weiter: «Es kann aber hier in Zandvoort auch immer wieder mal passieren, dass dich eine Windbö erwischt. Aber der Unterschied zwischen Leclerc und Hamilton ergibt sich aus der unterschiedlichen Fahrzeugbalance, und wenn du in Zandvoort nicht das volle Vertrauen ins Auto hast, dann kannst du den Wagen auch nicht hemmungslos fliegen lassen.»
Charles Leclerc sagt zu seinem Freitag in den Dünen an der Nordsee: «Klar hätte ich es schöner gefunden, meine erste Sprint-Pole seit drei Jahren zu holen, aber mit mir selber bin ich sehr zufrieden – ich glaube, das war meine beste Quali-Runde der ganzen Saison!»
«Das bedeutet auch, dass wir mit der Abstimmung des Autos etwas richtig machen, denn um eine solche Runde fahren zu können, brauchst du im Cockpit das richtige Gefühl.»
«Das ist keine Garantie, dass das morgen auch so sein wird, aber der Anfang ist mal gelungen. Und das ist auch ganz wichtig, um nach der Sommerpause gleich voller Schwung wieder loszulegen.»
«Was den Sprint selber angeht: Ich glaube, da können wir schon ein Wörtchen um den Sieg mitreden. Ich fühlte mich schon im freien Training im Ferrari sehr wohl, ob das aber so umsetzbar ist aufs Rennen, weiss ich noch nicht.»
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