Kimi Antonelli: Kostspieliger Ausritt im Sprint-Qualifying von Zandvoort
Kimi Antonelli erlebte im Sprint-Qualifying von Zandvoort eine folgenschwere Schrecksekunde. Der Mercedes-Star beschädigte bei einem Ausritt seinen Unterboden und musste sich mit Platz 5 begnügen.
Was möglich gewesen wäre, zeigte Mercedes-Routinier George Russell: Der Brite sicherte sich in der ersten Zeitenjagd nach der Sommerpause die Sprint-Pole für das Mini-Rennen in Zandvoort, er blieb knapp vier Hundertstel schneller als Weltmeister Lando Norris im McLaren.
Für Russells Teamkollegen Kimi Antonelli verlief die Hatz aber nicht so reibungslos. Er leistete sich im ersten Segment einen Fehler, der ihn teuer zu stehen kam. Ein Ausritt in der 13. Kurve sorgte für einen Schaden am Unterboden, der sich auf die Performance des Teenagers auswirkte. So musste sich Antonelli im entscheidenden Moment mit der fünftschnellsten Runde begnügen, 0,227 sec fehlten ihm auf die Pole-Zeit seines Stallgefährten.
Grosser Schaden am Unterboden
«Der Schaden war ziemlich gross, ich hatte einige Löcher im Unterboden», berichtete der Lockenkopf später. «Als ich in die Box zurückkehrte, wurde mir gesagt, dass mir durch den Schaden 25 Abtriebspunkte fehlten.» GP-Veteran Jolyon Palmer rechnete vor: Der Zeitverlust betrug etwa drei bis fünf Zehntelsekunden. Damit war klar: Ohne den Schaden hätte es für die Pole reichen können.
«Das Team hat natürlich versucht, alles so gut wie möglich zu reparieren, aber natürlich war der Schaden noch da. Ich hatte entsprechend viel Mühe in den langsameren Passagen», schilderte Antonelli, und fügte tapfer an: «Aber es ist, wie es ist.» Zum folgenschweren Ausritt sagte er: «Ich war am Kurveneingang etwas zu schnell unterwegs, deshalb habe ich die Kontrolle über das Heck verloren. Ich ratterte durchs Kiesbett und das war's dann im Grunde auch schon. Hinterher war es natürlich nicht so einfach, wieder Vertrauen zu fassen.»
Der ehrgeizige Sternfahrer aus Bologna versprach: «Wir werden nichts unversucht lassen, um das bestmögliche Ergebnis einzufahren. Es wird nicht einfach, jemanden zu überholen, weil es vorne so eng zu und her geht. Aber wir werden unser Bestes geben und das Auto dann fürs GP-Qualifying wieder richtig hinbekommen, damit wir einen neuen Versuch starten können.»
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