Charles Leclerc über Fight mit Lewis Hamilton: «Das hat echt Spass gemacht»
Die Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc und Lewis Hamilton lieferten sich im China-GP einen engen Kampf um den letzten Platz auf dem Podest. Der Monegasse unterlag – und war dennoch glücklich.
Die Formel-1-Fans kamen auch beim zweiten Grand Prix des Jahres voll auf ihre Kosten. Das lag nicht zuletzt am teaminternen Duell, das sich die beiden Ferrari-Stars lieferten. Charles Leclerc und Lewis Hamilton kämpften hinter dem Mercedes-Duo Kimi Antonelli und George Russell um den letzten Platz auf dem Treppchen – und der siebenfache Weltmeister hatte diesmal die Nase vorn.
Obwohl er das Nachsehen hatte und mit Platz 4 Vorlieb nehmen musste, war Charles Leclerc sichtlich glücklich, als er sich nach getaner Arbeit den Fragen der Journalisten stellte. Er schwärmte: «Das hat echt Spass gemacht. Es kommt nicht oft vor, dass ich nach einem vierten Platz strahle.»
Im gleichen Atemzug relativierte der ehrgeizige Monegasse: «Es gibt natürlich auch Negatives, so war Mercedes etwa sehr weit weg, die Lücke war zu gross.» Hamilton kreuzte die Ziellinie mehr als 25 Sekunden nach Sieger Antonelli, der seinen ersten GP-Triumph feiern konnte. Leclerc fehlten fast 29 Sekunden.
«Ich glaube dennoch, dass Lewis und ich das Maximum herausgeholt haben. Wir haben natürlich etwas Zeit verloren beim Kämpfen, die Lücke war wohl auch deshalb etwas grösser als wir gedacht haben. Aber wir entschieden uns, wenigstens ums Podest zu kämpfen, und das hat die Rennzeit beeinflusst. Aber es hätte eh nichts am Ergebnis geändert», ist sich der 28-Jährige sicher.
«Mercedes ist derzeit sehr stark, sie haben im GP gezeigt, wie gut ihr Renntempo ist. Ich glaube im Sprint haben sie noch nicht alles gegeben, aber im Grand Prix war es sehr deutlich. Die Lücke ist gross, das ist natürlich etwas enttäuschend, aber ich hatte sehr viel Spass beim Fight gegen Lewis. Ich bin mir nicht sicher, ob das Team genauso viel Spass hatte, aber ich habe es wirklich genossen», fügte der achtfache GP-Sieger an.
Das Handtuch will Leclerc dennoch nicht werfen. Er ist überzeugt: «Mercedes ist generell sehr stark, aber ich habe schon mehrfach gesagt, dass ich denke, dass es in diesem Jahr vor allem um die Weiterentwicklung gehen wird. Mercedes ist sicher der grosse Favorit, und wenn wir es schaffen, das Blatt zu wenden, dann ist das sicher eine beachtliche Leistung.»
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