Ferrari im Hintertreffen: Lewis Hamilton ohne Chance auf den 8. WM-Titel?
Das Ferrari-Team belegt nach vier WM-Runden den zweiten Platz in der Team-Wertung, Lewis Hamilton ist derzeit WM-Fünfter. Hat der siebenfache Weltmeister keine Chance auf den 8. Titel in diesem Jahr?
Mit dem Ferrari-Team hat Lewis Hamilton im vergangenen Jahr ein neues Karriere-Kapitel aufgeschlagen und der siebenfache Weltmeister erlebte mit dem ältesten GP-Team der Welt einen schwierigen Start. Keine Podestplätze, viele Selbstzweifel und der sechste WM-Rang waren das Ergebnis der harten ersten Saison in Rot. Einziger Lichtblick waren die Sprint-Pole und der Sieg im Mini-Rennen von China.
Hamilton liess sich von der enttäuschenden Saison 2025 nicht entmutigen und nutzte die kurze Winterpause, um neuen Schwung zu holen. Mit Erfolg: Bereits beim zweiten Kräftemessen in Schanghai kreuzte er die Ziellinie als Dritter und sicherte sich damit seinen ersten GP-Podestplatz in Diensten der Scuderia aus Maranello.
Dennoch belegt er nur den fünften WM-Zwischenrang nach vier WM-Runden, sein Rückstand auf Mercedes-Talent Kimi Antonelli, der die WM-Tabelle mit 100 Punkten anführt, beträgt 49 Zähler – damit hat sein junger Nachfolger in den bisherigen Saisonläufen fast doppelt so viele Punkte gesammelt wie er selbst.
Muss Hamilton deshalb den Traum vom 8. WM-Titel in diesem Jahr begraben? Geht es nach Johnny Herbert, muss sich der 41-Jährige in Geduld üben. Der frühere GP-Pilot sagt im Gespräch mit «Jackpot City Casino» über seinen Landsmann: «Hamilton wird den Titel in diesem Jahr nicht holen, das ist eine weitere Saison, in der das nicht passieren wird.»
Gleichzeitig räumt der 61-Jährige ein: «Aber man kann nie wissen. Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem es Ferrari richtig hinbekommen wird. Ferrari muss sicherstellen, dass es bereit ist, wenn sich die Gelegenheit ergibt, Top-Talente an Bord zu holen. Ferrari muss in der Reihe der Interessenten ganz vorne stehen und anklopfen, um bereit zu sein, die richtigen Leute zu rekrutieren. Und im Moment sind sie dazu noch nicht in der Lage.»
Langsamere Entwicklung als die Konkurrenz
Ferrari habe zum Start der Saison stark ausgesehen. «Es gab Momente, in denen sie zum Start des Wochenendes einen starken Eindruck gemacht haben. Sie haben die Karten etwas früher als die anderen Teams auf den Tisch gelegt, und die WM-Gegner konnten nachlegen. Ferrari ist im Grunde kein Sorgenkind für die Konkurrenz», sagt Herbert.
Und der Brite betont: «Die Situation ist frustrierend. Sie haben es nicht geschafft, zwei grosse Sprünge nach vorne zu machen und die Leistung abzurufen, die alle anderen an den Tag gelegt haben. Das zeigt einmal mehr, dass die technischen Voraussetzungen nicht auf dem Niveau der anderen ist, das trifft insbesondere auf McLaren zu. Die schaffen es offenbar immer, ihre Basis zu verbessern. Bei Ferrari verläuft die Entwicklung viel langsamer. Sie sind immer irgendwie im Hintertreffen und schaffen es nie, sich an die Spitze zu setzen.»
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