Esteban Ocon über Streit mit Teamchef Ayao Komatsu: «Kompletter Bullshit»
Nach dem Miami-Rennwochenende wurden Gerüchte über einen heftigen Streit zwischen Haas-Routinier Esteban Ocon und Teamchef Ayao Komatsu laut. Der Franzose dementiert diese klar – und spricht Klartext.
Die Formel-1-Gerüchteköche waren nach der WM-Runde in Miami fleissig und verbreiteten die Neuigkeit, dass es zu einem Zerwürfnis zwischen Esteban Ocon und Haas-Teamchef Ayao Komatsu gekommen sei. Dieses sei so ernst, dass der Franzose sein Cockpit wohl noch vor Saisonende würde räumen müssen. Doch das stimmt alles nicht, beteuerte Ocon im Rahmen seiner Medienrunde zum Kanada-GP, in der er zwar einräumte, dass der Start in die Saison bisher schwierig verlaufen ist. Der Grund dafür sei aber auch reines Pech mit den Safety-Car-Phasen gewesen.
Im Fahrerlager von Montreal stellte er mit Blick auf die Schlagzeilen zu seinem vermeintlichen Streit mit dem japanischen Haas-Teamoberhaupt klar: «Diese Geschichten sind frei erfunden und entbehren jeder Grundlage. Es gab keine Quellen dafür. Ich bin wegen Ayao zu diesem Team gekommen, weil ich ihn schon so lange kenne. Er war mein erster Renningenieur in der Formel 1 und auch er wird das Ganze richtigstellen. In Miami gab es keinen Streit, aber als ich den Artikel las, der das Ganze ins Rollen brachte, nannten sie ihn Ryo Komatsu, und sobald ich das sah, habe ich aufgehört zu lesen.»
Der 29-Jährige gestand auch: «Ich versuche, diesen Dingen keine Aufmerksamkeit zu schenken, aber das Ganze wurde grundlos derart aufgebauscht, dass ich mich dazu äussern muss. Wir haben geschaut, woher das kommen könnte. Aber sobald wir mit den echten Leuten gesprochen haben, die in diese Story involviert sind, wurde klar, dass das kompletter Bullshit ist. Das beruhigt natürlich, denn irgendwie kommen dann doch Zweifel auf, wenn du das überall liest, dann fragst du dich plötzlich: 'Haben wir wirklich gestritten? Nein?»
«Aber offensichtlich ist alles gut, trotzdem bin ich auch nur ein Mensch, und natürlich geht das nicht einfach so an mir vorbei, es betrifft meine Familie, es betrifft die Sponsoren, die ja offensichtlich auf mich zählen und mich unterstützen. Und es ist enttäuschend zu sehen, dass man dem Ruf eines Fahrers innerhalb von zwei oder drei Tagen solchen Schaden zufügen kann, ganz ohne Grundlage, und diese Leute einfach damit davonkommen. Die erfinden einfach Geschichten, schieben dir den ganzen Mist in die Schuhe, und für sie ist alles in Ordnung, das ist ziemlich verrückt», fügte Ocon kopfschüttelnd an.
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