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Charles Leclerc (Ferrari) über Motoren 2027: «Das muss fair sein für alle»

Ferrari hat beim Kanada-GP schon zwölf Mal gewinnen können, aber der vorderhand letzte Sieg geht zurück auf Vettel 2018. Charles Leclerc will die Bilanz aufhübschen – und denkt an die Zukunft.

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Nur McLaren (13 Siege) ist beim Kanada-GP noch erfolgreicher als Ferrari (12 Volltreffer). In Montreal – einer Stadt mit vielen italienischen Auswanderern und ihrer Nachkommen – hat Ferrari eine besonders treue Fangemeinde.

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Doch der vorderhand letzte GP-Triumph von Ferrari geht zurück auf 2018, als Sebastian Vettel auf dem Circuit Gilles Villeneuve gewann, schon acht Jahre her also.

Und überhaupt: Ferrari hat seit Mexiko 2024 (mit Carlos Sainz) keinen Grand Prix mehr gewonnen, Charles Leclerc ist seit Texas 2024 ohne Sieg. Der 28-jährige Monegasse hat in Kanada vier Top-Fünf-Ergebnisse eingefahren, stand aber nur einmal auf dem Siegerpodest, als Dritter 2019.

Wie sieht Leclerc das kommende Wochenende? Charles findet: «Das Beste aus seinen Möglichkeiten zu machen, ist ein grosses Thema. Wenn wir uns die Leistungen der verschiedenen Rennställe in Miami angucken, dann glaube ich nicht, dass die Verbesserungen von etwa McLaren oder Red Bull Racing oder von uns alle Unterschiede ausmachen. Es geht vielmehr darum, dass Techniker und Piloten die Autos immer besser kennenlernen.»

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«Red Bull Racing ist ein gutes Beispiel: solide beim Wintertest, nicht konkurrenzfähig an den ersten GP-Wochenenden, wieder besser in Florida. Ich glaube, das liegt nicht nur an den Updates von Miami, sondern an der Art und Weise, wie mit dem Rennwagen gearbeitet worden ist.»

«Ich finde es noch immer schwierig, ein klares Bild zu erhalten über das Kräfteverhältnis. Verbesserungen sind wichtig, keine Frage, aber mindestens so wichtig ist es, alles aus dem Auto zu holen. Ich bin nicht der Ansicht, dass wir in Sachen Entwicklung hinterher hinken. Ich glaube vielmehr, dass die Teams noch immer mitten in dieser Phase stecken, mehr und mehr über die eigenen Autos zu erfahren. Denn diese Rennwagen sind überaus kompliziert.»

Der Schritt zum 2026er Reglement war enorm. Nun ist davon die Rede, dass die Balance zwischen Verbrenner und Elektrik von heute 50:50 geändert wird auf 60:40 zu Gunsten des Verbrennungsmotors.

Der achtfache GP-Sieger Leclerc findet: «Die Motorhersteller haben sich jahrelang auf das neue Reglement vorbereitet. Wir müssen schon vorsichtig sein, dass die Balance da nicht verpfuscht wird, wenn es jetzt schon wieder eine Änderung gibt. Es darf nicht sein, dass die ganze Arbeit der vergangenen Jahre für nichts war. Hier einen klugen Kompromiss zu finden, das ist sicher der kniffligste Punkt.»

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«Wir müssen Mittel und Wege finden, um den Sport besser zu machen, aber wir sollten auf der Hut sein, weil eben die verschiedenen Motorhersteller das Reglement aus verschiedenen Richtungen angegangen sind. Wir brauchen eine Lösung, die für alle fair ist. Einfach wird das nicht.»

Über Kanada hinaus denkt Leclerc schon ans Heim-Wochenende von Monaco: «Wir haben dieses Jahr leichtere Autos als früher, dazu ist die elektrische Seite nicht so knifflig wie auf anderen Strecken, weil wir jede Menge Stellen haben, wo wir Energie aufnehmen können. Ich glaube, wir können in Monte Carlo den Fans aufregenden Sport servieren.»

Hat sich der Monegasse die Abenteuer von Max Verstappen auf der Nürburgring-Nordschleife angeschaut? «Nur kurze Ausschnitte. Was mich angeht, so würde ich lieber in Le Mans fahren als auf dem Nürburgring. Aber was ich von Max gesehen habe, das ist aufregend.»

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