Ferrari-Junior Oliver Bearman nach Crash: «So nicht»
In Italien wird der 19-jährige Oliver Bearman als Nachfolger von Lewis Hamilton gehandelt. In Australien bezahlt der zu Haas ausgeliehene Brite Lehrgeld: Crash, Training versemmelt.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Crash im ersten Australien-Training, zweites Training verpasst – der 19-jährige Engländer ist wütend auf sich selber. Der Ferrari-Zögling, der bei Haas zwei, vermutlich drei Jahre lang für höhere Aufgaben ausgebildet wird, als Nachfolger von Lewis Hamilton, hat sein Auto im ersten Training neben die Bahn gesetzt, die fleissigen Hände der Haas-Mechaniker konnten noch so wirbeln – zweites Training verpasst.
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Bearman, vor einem Jahr als Sainz-Ersatz in Jeddah eindrucksvoller Siebter, sagt schonungslos: "Ich wollte zu früh zu viel. Okay, das ist grundsätzlich immer mein Ansatz, aber für die Formel 1 gilt offenbar – so nicht." Der ohne Zweifel überaus begabte Oliver (Siebter also 2024 in Saudi-Arabien, dann beim zweiten Grand Prix Zehnter mit Haas in Baku) fährt fort: "Es ist sehr bedauerlich, dass ich wegen des Unfalls so viel Zeit verloren habe. Grosses Dankeschön an meine Leute, die den Wagen so flink repariert haben. Leider ging uns die Zeit aus."
"Ich habe mir in Kurve 10 einen kleinen Fehler erlaubt, deshalb geriet ich am Ausgang der Kurve in den Kies. Die Bahn dort ist wellig, aber das darf keine Ausrede sein. Dann entglitt mir der Wagen aus der Kontrolle." "Das alles ist sehr bedauerlich, weil ich mich im Wagen sehr wohlgefühlt hatte. Ich muss lernen, anders vorzugehen. In der Formel 2 hatten wir ein freies Training, dann ging es bereits in die Quali. In der Formel 1 hast du an einem normalen Wochenende zwei Mal 60 Minuten, da muss man nicht gleich am Limit fahren. Das geht alles auf meine Kappe." "Wenn du dann einmal durch den Kies fährst, ist es ganz schwierig, den Wagen zu beherrschen, danach kam Asphalt, ein kleines Rasenstück, wieder Asphalt, erneut wellig, und da gab es keine Rettung mehr." "Ich muss jetzt darauf aufbauen, dass das Fahrgefühl an sich positiv war. Ich habe noch eine Stunde freies Training am Samstag, um den Wagen für die Quali bereit zu machen. Für das Rennen können wir angesichts des kommenden Regens ohnehin alle Prognosen über Bord werfen." Haas-Teamchef Ayao Komatsu: "Wir waren am ersten Trainingstag nicht konkurrenzfähig genug, und leider hat uns der Unfall von Ollie Zeit gekostet, in welcher wir den Schwierigkeiten hätten auf den Grund gehen können. Das müssen wir nun am Samstag nachholen."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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01. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:16,439 min 02. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:16,563 03. Lando Norris (GB), McLaren, 1:16,580 04. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, 1:16,784 05. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:16,859 06. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:17,019 07. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:17,063 08. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:17,161 09. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:17,279 10. George Russell (GB), Mercedes, 1:17,282 11. Carlos Sainz (E), Williams, 1:17,302 12. Alex Albon (T), Williams, 1:17,302 13. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:17,330 14. Jack Doohan (AUS), Alpine, 1:17,394 15. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:17,493 16. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:17,634 17. Liam Lawson (NZ), Red Bull Racing, 1:17,640 18. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:17,847 19. Esteban Ocon (F), Haas, 1:18,034 20. Oliver Bearman (GB), Haas, keine Zeit
1. Training, Melbourne 01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:17,252 min 02. Carlos Sainz (E), Williams, 1:17,401 03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:17,461 04. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:17,670 05. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:17,696 06. Alex Albon (T), Williams, 1:17,713 07. George Russell (GB), Mercedes, 1:17,716 08. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:17,736 09. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:17,847 10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:18,057 11. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, 1:18,061 12. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:18,071 13. Jack Doohan (AUS), Alpine, 1:18,232 14. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:18,390 15. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:18,438 16. Liam Lawson (NZ), Red Bull Racing, 1:18,455 17. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:18,505 18. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:18,586 19. Esteban Ocon (F), Haas, 1:19,139 20. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:19,312
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