Stinkefinger von Lewis Hamilton in Miami: Harter Vorwurf an die Regelhüter
Ferrari-Star Lewis Hamilton zeigte Alpine-Pilot Franco Colapinto im Miami-GP den Stinkefinger – wofür er nicht bestraft wurde. Das sorgt für Kritik von Max Verstappens GT-Teamkollegen Dani Juncadella.
Lewis Hamilton hatte im Miami-GP bereits in der ersten Runde ein unliebsames Treffen: Der siebenfache Weltmeister kämpfte gegen Franco Colapinto und das Duo kam sich zu nahe. Dabei wurde der rote GP-Renner aus Maranello so arg beschädigt, dass die Folgen spürbar waren, wie der Rekord-GP-Sieger verriet nach dem Fallen der Zielflagge: «Zuerst hatte ich Pech, weil ich durch den Dreher von Max Positionen verloren habe. Und dann war die Kollision mit Franco, durch die ich eine ganze Menge Abtrieb verloren habe.»
Hamilton schäumte unter seinem Helm, und machte seinem Ärger Luft, indem er Colapinto den Mittelfinger zeigte – was im TV zwar nicht live zu sehen war, wohl aber auf der Onboard-Aufnahme des 105-fachen GP-Siegers. Diese sorgte für viel Gesprächsstoff in den sozialen Medien, und auch Dani Juncadella äusserte sich dazu.
Der Spanier, der in der Langstrecken-WM unterwegs ist und auch als Teamkollege von Max Verstappen bei dessen GT-Gastspielen im Einsatz ist, erklärte angesichts der Aufnahmen: «Ich nehme an, dass es hier keine Strafe gab? FIA-Doppelstandards... Sie enttäuschen nie», schrieb der 35-Jährige aus Barcelona dazu. Denn er selbst hatte im vergangenen Jahr während des 8h-Rennens von Bahrain die eindeutige Geste genutzt, um seine Meinung kundzutun – und dafür eine Geldstrafe kassiert.
In der Diskussion, die sich aus diesem Beitrag ergab, präzisierte Juncadella, dass er mit der Geste an sich kein Problem habe, wohl aber mit der Art und Weise, wie die Regelhüter damit umgehen. «Ich denke, dass das überhaupt kein Problem ist, aber er sollte auch eine 2000-Euro-strafe kassieren, wie ich sie auch bekommen habe», lautete seine Antwort auf einen Reaktion eines Fans.
Ganz ohne Strafen lief das Rennen in Miami nicht ab, so kassierte etwa Hamiltons Teamkollege Charles Leclerc nach dem Fallen der Zielflagge 20 Strafsekunden, weil er gegen Ende des GP mehrfach neben die Strecke gefahren war und sich dadurch einen Vorteil verschafft hatte. Davon profitierte wiederum Hamilton, der einen Platz nach vorne auf den sechsten Rang rücken durfte.
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