Kanada-GP in Montreal: Früher Termin, «eine ganze Menge Arbeit»
Dieses Jahr fährt die Formel 1 in Kanada ungewöhnlich früh. Mehrere Teams werden Upgrades mitbringen, darunter Haas. Weil Montreal ein Sprint-Wochenende ist, wird der Zeitplan knapp und intensiv.
Endlich wieder Formel 1! Nach zwei rennfreien Wochenenden ist jetzt wieder Rennwoche. Beim US-amerikanischen Haas-Team ist man voller Vorfreude auf den Kanada-GP, bringt Upgrades und Erwartungen mit. Haas-Teamchef Ayao Komatsu: «Als Team freuen wir uns immer auf den Grand Prix von Kanada. Montreal ist eine tolle Stadt und eine ganz besondere Rennstrecke mit einer langen Geschichte.»
Ungewöhnlich früher Termin fürs Rennen
Der Japaner gibt aber zu bedenken: «Dieses Jahr sind wir etwas früher als sonst dort, daher wird das Wetter sicher eine Rolle spielen.» In der Vergangenheit fand das Kanada-Rennen meist erst nach dem Monaco-GP statt, war also in der Regel erst Mitte Juni. Und selbst da war es teilweise kühl und regnerisch. Mit dem Wochenende vom 22.-24. Mai ist das Rennen auf der Ile Notre-Dame im Sankt-Lorenz-Strom diesmal bedeutend früher – und die Bedingungen möglicherweise noch winterlicher. Mit dem Kalenderumbau Miami-Montreal-Monaco will die Formel 1 den Rennkalender und damit Frachttransport nachhaltiger gestalten.
Haas bringt Upgrade-Paket
Komatsu: «Wir freuen uns auf das Wochenende, da wir ein Upgrade-Paket mitbringen. Da es ein Sprint-Wochenende ist, haben wir nur das erste Freie Training, um es zu evaluieren, zu verstehen und das Beste daraus zu machen. Das ist eine ganze Menge Arbeit, aber genau das haben viele andere Teams in Miami auch gemacht, also sind wir bereit für die Herausforderung.»
Wie schon in Miami vor drei Wochen wird auch in Montreal das Sprintformat gefahren. Bedeutet: 60 Minuten Training (in Miami waren es wegen der Regeländerungen ausnahmsweise 90) und Sprint-Qualifying am Freitag, Sprint und GP-Qualifying am Samstag und Grand Prix am Sonntag. Somit haben die Teams nur 60 Minuten Zeit, die Autos abzustimmen und etwaige Upgrades zu testen. Es ist zu erwarten, dass die Mehrheit der Teams in dieser Phase der Saison neue Teile mitbringt, obwohl die Zeit eng ist.
Kampfansage auf die Top-10
Komatsu hat eine klare Zielsetzung: «Wir freuen uns alle darauf, mit diesem Paket um die Top-10 mitzukämpfen. Unser Ziel ist es, das Beste aus dem Auto herauszuholen und in einer Saison, die sich bereits als eng und hart umkämpft erweist, weiter nach vorne zu kommen.» Vorm Miami-Rennen war Haas noch Vierter in der Konstrukteurs-Wertung, nun ist das US-Team auf Rang 6.
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