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Zustimmung, aber auch Kritik: Jorge Martinez über die neue Einheits-Moto3

Seit dem Assen-GP steht offiziell fest, wie sich die Moto3 zur Saison 2028 entwickeln wird. GP-Ikone und Moto3-Teambesitzer Jorge Martinez ist nicht nur erfreut über die revolutionäre Einheitsformel.

Moto3

Im Artikel erwähnt


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Seit langem steht fest: Die bestehende Moto3-WM mit in jeder Hinsicht extremen Mini-Prototypen hat ein Ablaufdatum. Im Rahmen des MotoGP-Events in Assen trat schließlich der sportliche Direktor der MotoGP vor die Mikrofone, um der Öffentlichkeit von der Weiterentwicklung der kleinsten WM-Klasse zu berichten. Carlos Ezpeleta war aus gutem Grund nicht allein. Yamaha-Rennsportchef Paolo Pavesio klinkte sich als Kooperationspartner mit ein.

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Moto3-Revolution: Für 2028 wird der Hubraum fast verdreifacht

Eine der großen Autoritäten im Grand-Prix-Fahrerlager ist Jorge Martinez. Nach einer langen WM-Karriere als Pilot in den kleinen Hubraumklassen, die vom 125er-Titel gekrönt wurde, nutzte der Spanier sein Netzwerk, um sich auch als Teameigner einen Namen zu machen. Auch ein MotoGP-Team lief unter Martinez-Flagge.

Doch nach einem Strategiewechsel setzt «Aspar» Martinez im Schwerpunkt auf den Nachwuchs. Sein Team, niedergelassen in Valencia und mit eigener Rennstrecke ausgestattet, ist in allen Asphalt-Serien verästelt. Als Speerspitze werden die Moto3- und Moto2-Strukturen betrieben – um die größten Talente dann an die MotoGP weiterzugeben. Aktuelle Beispiele sind die Moto2-Rennsieger David Alonso und Dani Holgado.

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Mit Maximo Quiles hat Martinez zudem ein weiteres Supertalent im Moto3-Stall. 2027 wird der souveräne WM-Leader intern aufsteigen. SPEEDWEEK.com sprach mit Jorge Martinez, um die Sicht des GP-Urgesteins auf die Entwicklung der komplett neuen Moto3 ab 2027 zu verstehen. «Aspar» kam direkt zum Punkt. «Es war an der Zeit, etwas zu tun. Auch ich bin der Meinung, dass der jetzigen Serie eine Weiterentwicklung nicht schadet. Sehr viel hat sich in den letzten Jahren verändert, nicht aber in der Moto3.»

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Zwei Zylinder und 450 ccm – so der eigentliche Plan

Martinez weiter: «Entsprechend war das Interesse sehr groß, als die Gespräche dazu begannen. Das war vor gut einem Jahr und involviert waren neben CFMOTO auch KTM, Aprilia, Honda und Yamaha. Dabei war lange die Rede davon, dass es in Richtung eines Zweizylinders mit 450 ccm geht. Auch ich bin der Meinung, dass das eine gute Größe und ein vernünftiger Schritt gewesen wären.»

Bekanntlich kam es anders. Jorge Martinez: «Ich kann nicht sagen, welche Gründe zu der jetzigen Entscheidung geführt haben – aber aus meiner Sicht ist der beschlossene Schritt zu groß. Aktuell reden wir von einem 250er-Einzylinder, bei dem der Motor nur rund 18 Kilo wiegt, rund 65 PS leistet und unter 100 Kilo Fahrzeugmassen. 2028 geht es dann auf rund 700 ccm, vielleicht 90 PS und 125 Kilo.»

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Für Martinez ist damit aber auch klar: «Die Entwicklung bedeutet für mich, dass man dann auch nachziehen muss, was die Klassen unterhalb der Moto3 angeht. Man muss das ganze Bild mitsamt des Rookies Cups und der Moto4 sehen, wenn es um die Entwicklung der Piloten geht.»

Fakt ist: Aktuell trennen die kleinste und die größte GP-Kategorie 750 ccm. Auch in der letzten großen GP-Ära mit Zweitaktprototypen hatte ein Bike der Königsklasse den vierfachen Hubraum wie die ab 1990 kleinste WM-Klasse mit 125 ccm. Mit dem Beginn der neuen MotoGP-Ära 2027 und der Moto3-Revolution 2028 mit Einheitsrennern von Yamaha werden die «kleinste» und die «größte» Klasse der MotoGP noch durch gut 150 ccm Hubraum getrennt sein.

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