Motorrad-Frauen-WM
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Der Verlust von Marc van der Straten hinterlässt im Rennsport eine riesige Lücke, die allerhand Fragen über die Zukunft seiner WM-Teams aufwirft. SPEEDWEEK.com fand heraus, wie es weitergehen soll.
Am 5. Juli 2026
Bei den Sportwagen war er in verschiedenen Serien involviert, im Motorradrennsport wurde sein Name mit den Engagements im MotoGP-Paddock bekannt. Sein Moto2-Team gewann 2014, 2017 und 2019 mit Tito Rabat, Franco Morbidelli und Alex Marquez den WM-Titel. Von 2015 bis 2018 war die Truppe auch in der MotoGP vertreten, Jack Miller sorgte 2016 im Regen in Assen mit einer Honda für den einzigen Sieg in der höchsten Klasse.
Seit 2024 tritt Marc VDS auch in der Superbike-WM an und setzt dort eine Ducati Panigale V4R für den Engländer Sam Lowes ein, dessen Frau Marina Rossi ebenso wie in der Moto2 als Teammanagerin fungiert. Die Mannschaft hat sich bei den Superbikes innerhalb drei Jahren in den Top-5 etabliert, Sam Lowes liegt zur Sommerpause auf dem fünften Gesamtrang. Die Weltmeisterschaft der beiden Vorjahre beendete er als 18. und Achter, dem 35-Jährigen gelangen bislang zwölf Podestplätze, auf seinen ersten Sieg wartet er noch.
Wie es mit den Teams in der Moto2- und Superbike-WM nach dem Tod von van der Straten weitergeht, war bislang Quell für allerhand Spekulationen. SPEEDWEEK.com fand heraus, dass der Belgier aus der Artois-Dynastie, die mit dem Brauen und Verkauf von Bier steinreich wurde, zum Erhalt seines Vermächtnisses in Form eines Treuhandfonds vorgesorgt hat. Solche Vermögensfonds dienen dazu, dass Werte im Sinne des Eigentümers an Begünstigte zu vorher festgelegten Konditionen weitergegeben werden.
In Anbetracht der großen Summen, die van der Straten jährlich für den Rennsport ausgegeben hat, Insider sprechen von 7 bis 8 Millionen Euro für sämtliche Projekte auf zwei und vier Rädern, ist diese Geldquelle für seine Teams in der Moto2- und Superbike-WM endlich. Die Euros mögen für einige Jahre reichen, letztlich werden die Teams aber weitere zahlungskräftige Sponsoren suchen müssen, um die Budgets stemmen zu können.
Es wird auch darauf hinauslaufen, dass eine Entscheidung zwischen Moto2- und Superbike-WM getroffen wird, denn beide Teams zu finanzieren, dürfte auf Dauer schwierig werden. Moto2-Pilot Aron Canet hat mit dem Team einen Vertrag bis Ende 2028, dem Vernehmen nach liegt die Entscheidung bei ihm, ob er weiterhin in der mittleren Hubraumkategorie im GP-Sport bleiben möchte oder Superbike fährt. Ob sein Vertrag auch die Möglichkeit vorausgesehen hat, dass das Moto2-Team zugesperrt wird, ist nicht bekannt.
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