Fehler und Niederlagen perlen an Paola Ramos ab: Fokus liegt auf 2027
Seit ihrem Gaststart in Jerez 2025 gehört Paola Ramos zu den besten Teilnehmerinnen der WorldWCR. Ihre erste volle Saison betrachtet die erst 19-Jährige als Lernjahr.
Als Paola Ramos beim Saisonfinale der Women's Circuit Racing World Championship 2025 – kurz WorldWCR – in Jerez mit einer Wildcard auftauchte, hatte die Spanierin eine vierjährige Rennpause hinter sich – und gewann sensationell den zweiten Lauf. Daraufhin wurde die 19-Jährige vom Forward-Team für 2026 verpflichtet.
Viele der internationalen Rennstrecken sind für Ramos neu, dennoch fuhr sie in zehn Rennen zwei Siege und fünf Podestplätze ein. Demgegenüber stehen vier Ausfälle, weshalb die Teenagerin als WM-Vierte über 100 Punkte Rückstand auf Leaderin Maria Herrera hat.
Donington Park vor zwei Wochen war dafür sinnbildlich. Obwohl Ramos die Piste in der Grafschaft Leicestershire nicht kannte, brauste sie auf Startplatz 2 und stand im ersten Lauf als Zweite auf dem Podium. Dabei musste sie wegen Frühstarts zwei Long-Lap absolvieren.
«Als ich die doppelte Long-Lap-Penalty angezeigt bekam, habe ich das zunächst nicht verstanden», gab Ramos zu. «Insgesamt bin ich aber sehr zufrieden damit, wie das Wochenende verlaufen ist. Ich war zum ersten Mal in Donington. In Rennen 1 kämpfte ich mich nach der Strafe zurück, worauf ich sehr stolz bin. Bei meinem ersten Rennen auf dieser Rennstrecke Zweite zu werden, ist fantastisch. Leider verlief Rennen 2 nicht wie geplant, da mich eine Berührung mit einem anderen Fahrer daran hinderte, das Ziel zu erreichen.»
Die Pilotin, die Ramos ins Aus beförderte, war Weltmeisterin Maria Herrera! Die 29-Jährige erhielt dafür eine Zeitstrafe von sechs Sekunden aufgebrummt. «Vorfälle wie diese gehören zum Rennsport dazu, und das Wichtigste ist, konzentriert zu bleiben und nach vorn zu schauen», hakte Ramos den Vorfall ab.
Nach vorn schaut Ramos tatsächlich: In der WorldWCR 2026 möchte die Katalanin die Basis für den Angriff auf den Titel legen. «Wir haben viele Informationen gesammelt, auch schon für die kommende Saison, denn darum geht es eigentlich: Erfahrung und Wissen sammeln», betonte die Forward-Pilotin. «Jetzt gehen wir in eine Pause, die ich nutzen werde, um weiter zu trainieren und mich so gut wie möglich auf Jerez vorzubereiten – eine Rennstrecke, die mir sehr viel bedeutet und auf der ich mich immer konkurrenzfähig fühle. Dort werde ich mit der festen Entschlossenheit antreten, mein Bestes zu geben und um den Sieg zu kämpfen.»
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