Isack Hadjar machte bei seinem Formel-1-Debüt eine bittere Erfahrung. Nach dem Aus auf der Aufwärmrunde drehte das Racing Bulls-Talent aber auf – und überzeugte mit starken Auftritten.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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In der aktuellen Formel-1-Saison sind so viele Rookies wie schon lange nicht mehr unterwegs. Und einige sorgten bereits vor dem Saisonstart für grosse Schlagzeilen. Nicht so Isack Hadjar, der als Formel-2-Zweiter in die Königsklasse aufgestiegen ist.
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Nur wenige Beobachter hatten mitbekommen, dass der Red Bull-Junior den Titel in der höchsten Formelsport-Nachwuchsklasse nur verpasst hatte, weil er viele Punkte durch technische Defekte verloren hatte. Und dass er genauso oft wie Meister Gabriel Bortoleto auf dem Treppchen stand – und doppelt so viele Siege errungen hat. Grosse Aufmerksamkeit zog Hadjar bereits beim Saisonstart in Australien auf sich – allerdings nicht durch Glanztaten auf der Strecke. Der Rookie flog in der Aufwärmrunde auf der nassen Piste ab – und vergoss Tränen der Enttäuschung. Die meisten Fans und Experten fühlten mit dem jungen Rennfahrer aus Paris, nur wenige übten Kritik an seinem öffentlichen Gefühlsausbruch.
Danach fand Hadjar zurück in die Erfolgsspur, den zweiten GP beendete er als Elfter, beim dritten Rennwochenende in Japan holte er als Achter seine ersten WM-Zähler. In den sechs WM-Runden, die seither stattgefunden haben, fuhr er vier weitere Male in die Punkte, zuletzt in Spanien als Siebter. In der WM-Tabelle belegt er derzeit den neunten Zwischenrang.
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Der Höhenflug des erst 20-Jährigen hat ihn nun in den Fokus der GP-Experten Gerückt. So schreibt IndyCar-Rennsieger und Analyst James Hinchcliffe in seiner jüngsten Kolumne auf der offiziellen Formel-1-Seite über den Racing Bulls-Piloten: "Seine Bilanz zeigt nicht nur das Tempo, sondern vor allem auch die Konstanz, die Teams bei ihren Fahrern wirklich suchen."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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"Wir haben noch keine Schwachstelle bei ihm entdeckt, so wie etwa bei Lando Norris, von dem wir wissen, dass er auf Strecken mit wenig Abtrieb mehr zu kämpfen hat oder bei Lewis Hamilton, der seinen Fahrstil nicht voll ausspielen kann, wenn die Hinterachse es ihm nicht erlaubt, so zu bremsen, wie er es mag. Bislang konnte Hadjar alles fahren. Sicher, das könnte eine Eigenschaft des Autos sein, aber genauso gut könnte es eine natürliche Begabung sein", lobt der 38-Jährige.
"Er hat auch eine enorme Vielseitigkeit bewiesen, indem er auf allen Arten von Strecken, von Suzuka bis Monaco, Punkte geholt hat. Und das trotz aller Ablenkungen durch das Geschehen in der benachbarten Box", betont Hinchcliffe, und mahnt, dass die emotionale Seite von Hadjar nicht abgewertet werden darf. "Damit würde man Leuten wie Ayrton Senna und Fernando Alonso Unrecht tun", ist er sich sicher. "Hadjar hat zwar noch einen langen Weg vor sich, bis er in einem Atemzug mit diesen Champions genannt wird, aber die Grundlagen für eine phänomenale Karriere sind aber auf jeden Fall vorhanden. Und auch wenn es aufgrund der Leistungsschwäche seines Teams schwierig werden dürfte, die Saison als Rookie mit den meisten Punkten zu beenden, könnte er bei einer Fortsetzung seiner aktuellen Form durchaus der gefeiertste Rookie dieser Saison werden", ist sich der Kanadier sicher.
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Spanien-GP, Circuit de Barcelona-Catalunya 01. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:32:57,375 h 02. Lando Norris (GB), McLaren, +2,471 sec 03. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +10,455 04. George Russell (GB), Mercedes, +11,359 05. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +13,648 06. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +15,508 07. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +16,022 08. Pierre Gasly (F), Alpine, +17,882 09. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +21,564 10. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +21,826 11. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, +25,532 12. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +25,996 13. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +28,822 14. Carlos Sainz (E), Williams, +29,309 15. Franco Colapinto (IR), Alpine, +31,381 16. Esteban Ocon (F), Haas, +32,197 17. Oliver Bearman (GB), Haas, +37,065 Out Kimi Antonelli (I), Mercedes, Antriebseinheit Alex Albon (T), Williams, Aufgabe WM-Stand (nach 9 von 24 Grands Prix und 2 von 6 Sprints) Fahrer 01. Piastri 186 Punkte 02. Norris 176 03. Verstappen 137 04. Russell 111 05. Leclerc 94 06. Hamilton 71 07. Antonelli 48 08. Albon 42 09. Hadjar 21 10. Ocon 20 11. Hülkenberg 16 12. Stroll 14 13. Sainz 12 14. Gasly 11 15. Tsunoda 10 16. Bearman 6 17. Lawson 4 18. Alonso 2 19. Bortoleto 0 19. Doohan 0 20. Colapinto 0
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Konstrukteurspokal 01. McLaren 362 Punkte 02. Ferrari 165 02. Mercedes 159 03. Red Bull Racing 144 05. Williams 54 06. Racing Bulls 28 07. Haas 26 08. Sauber 16 09. Aston Martin 16 10. Alpine 11
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