Kanada-GP: Russell bleibt 1., absurde Strafe Norris
George Russell bleibt Sieger des Grand Prix Kanada, vor Max Verstappen und Kimi Antonelli. Die Rennkommissare haben zwei Proteste abgewiesen – und Lando Norris eine lächerliche Strafe gegeben.
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Bis tief in die europäische Nacht hatten die Rennkommissare des Kanada-GP viel zu tun. Sie verhängten gegen den McLaren-Fahrer Lando Norris eine bedeutungslose Fünfsekunden-Strafe, für den Rammstoss gegen Oscar Piastri.
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Bedeutungslos deshalb, weil Norris zwar ausgeschieden ist, aber auch als 17. gewertet wurde. Hätte es der Engländer nicht ins Klassement geschafft, dann hätte die (nicht addierbare) Zeitstrafe umgewandelt werden müssen in eine Strafversetzung beim kommenden GP-Wochenende von Österreich. Verwarnungen gab es nach dem Kanada-GP für: Carlos Sainz, Charles Leclerc, Oscar Piastri, Esteban Ocon und Kimi Antonelli.
Sie alle hatten nach dem Fallen der Zielflagge Gegner überholt (was völlig normal ist), aber weil entlang der Strecke noch das Signal SC (für Safety-Car) gezeigt wurde, mussten die Rennkommissare handeln.
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Am heikelsten für die Regelhüter Gerd Ennser (Deutschland), Matthew Selley (Australien), Enrique Bernoldi (Brasilien), Natalie Corsmit (Belgien) und Marcel Demers (Kanada) war dann der Fall Russell. RBR hatte aus zwei Gründen gegen Sieger Russell Proteste eingelegt – wegen einer ungleichmässigen Fahrweise (abruptes Verzögern, worauf der verblüffte Verstappen rechts am führenden Mercedes vorbeiging), zudem solle der Brite den vorgeschriebenen Abstand zum Safety-Car von maximal zehn Fahrzeuglängen nicht eingehalten haben. Das Urteil der Regelhüter kam fast sechs Stunden (!) nach dem Fallen der Zielflagge: Die Proteste von Red Bull Racing wurden beide als zu wenig stichhaltig abgewiesen. In der Urteilsbegründung steht: "Bremsmanöver hinter dem Safety-Car sind gang und gäbe und müssen von den Piloten erwartet werden. Daher wird die Regel mit den zehn Wagenlängen Abstand zum Safety-Car auch mit Augenmass und nicht nach Zentimetern beurteilt. Von unberechenbarem Fahren von George Russell kann nicht die Rede sein, von unsportlichem Verhalten ebenfalls nicht. Damit ist den beiden Protestpunkten die Grundlage entzogen."
George Russell hat ein Problem, der Formel-1-Rennstall von Mercedes hat ein Luxus-Problem: Der 19-jährige Kimi Antonelli nimmt dem erfahrenen George Russell die Butter vom Brot.
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Kanada-GP, Circuit de Gilles Villeneuve
01. George Russell (GB), Mercedes, 1:31:52,688 h 02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +0,228 sec 03. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +1,014 04. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +2,109 05. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +3,442 06. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +10,713 07. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +10,972 08. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +15,364 09. Esteban Ocon (F), Haas, +1 Runde 10. Carlos Sainz (E), Williams, +1 11. Oliver Bearman (GB), Haas, +1 12. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, +1 13. Franco Colapinto (RA), Alpine, +1 14. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, +1 15. Pierre Gasly (F), Alpine, +1 16. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +1 17. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +1 18. Lando Norris (GB), McLaren, + 4 * * ausgeschieden (Unfall), aber aufgrund der zurückgelegten Distanz gewertet Out Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, Aufgabe Alex Albon (T), Williams, Motorschaden WM-Stand (nach 10 von 24 Grands Prix und 2 von 6 Sprints)
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Fahrer 01. Piastri 198 Punkte 02. Norris 176 03. Verstappen 155 04. Russell 136 05. Leclerc 104 06. Hamilton 79 07. Antonelli 63 08. Albon 42 09. Ocon 22 10. Hadjar 21 11. Hülkenberg 20 12. Stroll 14 13. Sainz 13 14. Gasly 11 15. Tsunoda 10 16. Alonso 8 17. Bearman 6 18. Lawson 4 19. Bortoleto 0 20. Colapinto 0 21. Doohan 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 374 Punkte 02. Mercedes 199 03. Ferrari 183 04. Red Bull Racing 162 05. Williams 55 06. Haas 28 07. Racing Bulls 28 08. Aston Martin 22 09. Sauber 20 10. Alpine 11
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