Supersport-WM • Neu
Supersport-Training Assen: Triumph vor Yamaha – fünf Marken in den Top-5!
Trotz Schwierigkeiten fährt Jaume Masia bei der Supersport-WM in Portimao zweimal auf Platz 2 und übernimmt die WM-Führung. Der Ducati-Pilot analysiert offen seine Probleme und blickt voraus.
Jaume Masia erlebte beim zweiten Rennwochenende der Supersport-WM in Portimao ein intensives und arbeitsreiches Programm – mit starkem Ergebnis. Nach Startplatz 6 im Qualifying am Freitag kämpfte sich der Ducati-Pilot in beiden Rennen jeweils auf Rang 2 nach vorne.
Im ersten Lauf lag er 3,7 Sekunden hinter Sieger Valentin Debise, im zweiten Rennen betrug der Rückstand auf den wie entfesselt fahrenden Debise auf der neuen ZX Moto nur noch 0,720 Sekunden. Nach zwei von zwölf Rennwochenenden führt Masia damit die Gesamtwertung an.
Der Spanier musste sich seine Podestplätze jedoch hart erarbeiten. «Ja, auf jeden Fall», kommentierte der ehemalige Moto3-Weltmeister. «Ich war überrascht, dass ich zu Rennbeginn nicht richtig konkurrenzfähig war. Ich weiß nicht, was da los war. Ich hatte das Gefühl, dass das Bike nicht richtig lief – nicht bei der Höchstgeschwindigkeit, sondern bei der Beschleunigung», grübelte Masia nach dem Rennen.
Im Verlauf des zweiten Rennens gelang es ihm jedoch, sich zu steigern: «Am Ende habe ich versucht, mich etwas mehr zu fokussieren, und ich hatte Vertrauen in das Setup des Bikes. Diesen Vorteil habe ich genutzt, um zu diesen Jungs aufzuschließen.»
Trotz der nun wieder übernommenen WM-Führung bleibt Masia gelassen. «Ich denke darüber nicht wirklich nach. Es ist mir nicht so wichtig. Natürlich ist es besser, vorne zu sein als hinten, aber die Saison ist sehr lang und wir wollen am Ende des Jahres in dieser Position sein», betonte er.
Ein entscheidender Faktor im Titelkampf ist für Masia die Konstanz – und genau hier sieht er Unterschiede im Feld. Während einige Fahrer regelmässig punkten, leisten sich andere Ausrutscher. Besonders die Situation um Titelkandidat Can Öncü bewertet er differenziert: «Es stimmt. Can ist ein Titelkandidat. Davon bin ich überzeugt. Ich weiß nicht, welchen Druck er bei Yamaha hat. Es ist das Werksteam mit dem Bike, das letztes Jahr gewonnen hat. Vielleicht steht er etwas unter Druck. Am Samstag hat er einen Fehler gemacht, und ich denke, am Sonntag wollte er einfach ins Ziel kommen.»
Auch Rookie Albert Arenas hebt Masia hervor: «Albert ist stark, er ist konkurrenzfähig. Für mich ist er aktuell der beste Yamaha-Fahrer. Vielleicht nicht der Schnellste, aber er kommt aus der Weltmeisterschaft, und das merkt man. Er ist auf einem anderen Level – was Konstanz, Arbeit und den Umgang mit Problemen betrifft. Ich denke, er wird derjenige sein, den es zu schlagen gilt.»
Masia selbst hat mit zwei zweiten Plätzen und der WM-Führung ein starkes Zeichen gesetzt – auch wenn in Portimao längst nicht alles nach Plan lief. Genau diese Mischung aus Speed und Konstanz könnte im weiteren Saisonverlauf entscheidend werden.
Newsletter
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.